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		<title>Katrin Göring-Eckardt</title>
		<link>http://goering-eckardt.de/</link>
		<description>Aktuelle Neuigkeiten und Nachrichten.</description>
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			<title>Katrin Göring-Eckardt</title>
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		<lastBuildDate>Tue, 21 Feb 2012 16:00:00 +0100</lastBuildDate>
		
		
		<item>
			<title>Jugendprojekte im Eichsfeld</title>
			<link>http://goering-eckardt.de/detail/nachricht/jugendprojekte-im-eichsfeld.html</link>
			<description>Bundestagsvizepräsidentin informiert sich über die Arbeit des &quot;Boxkinos&quot; Leinefelde und der Villa Lampe in Heilbad Heiligenstadt</description>
			<content:encoded><![CDATA[In dem zu einer Boxhalle umgebauten Kino in Leinefelde bietet dessen Leiter Holger Stitz Kindern und Jugendlichen nicht nur die Chance zur sportlichen Betätigung, sondern darüber hinaus zur Hausaufgaben- und Freizeitbetreuung mit sozial-integrativem Ansatz. Bereits 1999 gegründet auf der Idee, dem ausgreifendem Vandalismus im Landkreis Eichsfeld durch ein sportliches Angebot mit Wir-Gefühl entgegenzutreten, bietet das Projekt der Villa Lampe heute wöchentlich über 100 Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit zur sportlichen Betätigung. Dabei werden Vorturteile abgebaut und soziale Kompetenzen gestärkt, erklärte Holger Stitz sein Projekt. Und man hat noch viel vor: 2020 wollen die Leinefelder eine/n eigene/n Olympiasieger/in im Boxen stellen. Viel Erfolg!
Anschließend besuchte Göring-Eckardt gemeinsam mit der Grünen Landessprecherin Babette Pfefferlin die Villa Lampe in Heilbad Heiligenstadt. Das Jugendnetzwerk bietet bereits seit über 20 jahren außerschulische Angebote für Jugendliche aus der Region. Von der offenen Arbeit über das Jugendparlament und die Mobile Werkstatt bis hin zu Mutter-Kind-Treffs bieten die Mitarbeiter eine Vielzahl pädagogischer Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung.    Leiter Thomas Holzborn stelle auch das neueste Projekt &quot;We connect you(th)&quot; vor, mit dem Jugendlichen die Chance geboten werden soll, eigene Projekte und Ideen ohne große Hürden umzusetzen. Hierfür wird in der Villa Lampe ein eigens hergerichtetes Jugendbüro eröffnet.
Katrin Göring-Eckardt zeigte sich erfreut über die große Bandbreite und die Vielfalt der Angebote, welcher nicht zuletzt ohne den Einsatz der rund 100 ehrenamtlichen Helfer im Landkreis Eichsfeld nicht möglich wäre. Ein Problem stellt jedoch weiterhin die langfristige Finanzierung der sozialen Projekte dar, welche aufgrund der limitierten Förderungszeiträume im ihre Existenz bangen müssen. Ein aktuelles Problem stellt zudem die durch den Thüringer Finanzminister Voß (CD) verhängte Bewirtschaftungsreserve dar.  
Weitere Informationen:<br /><br />http://www.villa-lampe.de/
<link http://www.boxkino.de/>http://www.boxkino.de/</link><br /><br />
Presseecho:
<link http://eichsfeld.thueringer-allgemeine.de/web/lokal/detail/-/specific/Bundestagsvizepraesidentin-Katrin-Goering-Eckardt-besuchte-Leinefelder-Boxkino-571307987 - external-link-new-window><img src="fileadmin/templates/colors/closed/new/tapete/images/link-ext.gif" alt="" />Thüringer Allgemeine Eichsfeld - Bundestagsvizepräsidentin Katrin Göring-Eckardt besuchte Leinefelder Boxkino </link>
]]></content:encoded>
			<category>Bildung &amp; Soziales</category>
			<category>Termine</category>
			
			
			<pubDate>Tue, 21 Feb 2012 16:00:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Samstag in Dresden: Sonnig und nazifrei!</title>
			<link>http://goering-eckardt.de/detail/nachricht/samstag-in-dresden-sonnig-und-nazifrei.html</link>
			<description>&lt;p class=&quot;align-justify&quot;&gt;Am vergangenen Samstag haben fast 10.000 Menschen mit einem bunten Protestzug durch die Dresdner Innenstadt friedlich gegen Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit sowie gegen die unnötige Kriminalisierung friedlichen Protests demonstriert. Bei schönstem Sonnenschein war auch der Landesvorstand von Bündnis 90/Die Grünen Thüringen dabei. Aufgerufen hatten neben dem Bündnis &lt;link http://www.dresden-nazifrei.com/ - external-link-new-window &quot;dresden nazifrei&quot;&gt;&lt;img width=&quot;14&quot; src=&quot;fileadmin/templates/colors/closed/new/tapete/images/link-ext.gif&quot; height=&quot;10&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;„dresden nazifrei“&lt;/link&gt; auch die &lt;link http://www.bagkr.de/ - external-link-new-window BAGKR&gt;&lt;img width=&quot;14&quot; src=&quot;fileadmin/templates/colors/closed/new/tapete/images/link-ext.gif&quot; height=&quot;10&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;„Bundesarbeitsgemeinschaft Kirche und Rechtsextremismus (BAGKR)“&lt;/link&gt;. „Nächstenliebe braucht Klarheit“, das habe ich auch im Interview während einer der Kundgebungen deutlich gemacht. Nazis waren am Samstag in Dresden keine zu sehen – ein Erfolg der vielen couragierten Bürgerinnen und Bürger, die wie schon am 13. Februar, ein deutliches Zeichen gegen Rassismus und Menschenfeindlichkeit gesetzt haben. Danke an alle, die da waren!&lt;/p&gt;
</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="align-justify">Am vergangenen Samstag haben fast 10.000 Menschen mit einem bunten Protestzug durch die Dresdner Innenstadt friedlich gegen Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit sowie gegen die unnötige Kriminalisierung friedlichen Protests demonstriert. Bei schönstem Sonnenschein war auch der Landesvorstand von Bündnis 90/Die Grünen Thüringen dabei. Aufgerufen hatten neben dem Bündnis <link http://www.dresden-nazifrei.com/ - external-link-new-window "dresden nazifrei"><img width="14" src="fileadmin/templates/colors/closed/new/tapete/images/link-ext.gif" height="10" alt="" />„dresden nazifrei“</link> auch die <link http://www.bagkr.de/ - external-link-new-window BAGKR><img width="14" src="fileadmin/templates/colors/closed/new/tapete/images/link-ext.gif" height="10" alt="" />„Bundesarbeitsgemeinschaft Kirche und Rechtsextremismus (BAGKR)“</link>. „Nächstenliebe braucht Klarheit“, das habe ich auch im Interview während einer der Kundgebungen deutlich gemacht. Nazis waren am Samstag in Dresden keine zu sehen – ein Erfolg der vielen couragierten Bürgerinnen und Bürger, die wie schon am 13. Februar, ein deutliches Zeichen gegen Rassismus und Menschenfeindlichkeit gesetzt haben. Danke an alle, die da waren!</p>
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			<category>Aktuelles</category>
			<category>Synodenpräses</category>
			<category>Demokratie</category>
			<category>Katrin Göring-Eckardt</category>
			
			
			<pubDate>Mon, 20 Feb 2012 14:41:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Warum wir Dresden nicht den Nazis überlassen dürfen!</title>
			<link>http://goering-eckardt.de/detail/nachricht/warum-wir-dresden-nicht-den-nazis-ueberlassen-duerfen.html</link>
			<description>&lt;i&gt;Gastbeitrag von Katrin Göring-Eckardt in DER SONNTAG, Ausgabe vom 13. Februar 2012:&lt;/i&gt;
Die Demonstrationsfreiheit ist ein hohes Gut. Ich habe sie 1989 in der DDR selbst durch damals illegale Demonstrationen mit erkämpft. Sie bedeutet, die eigene Meinung öffentlich kund zu tun, aber auch hinzunehmen, wenn andere für Ziele demonstrieren, die man selbst ablehnt. Bei den geplanten Aufzügen der Neonazis in Dresden soll aber nicht für eine politische Position demonstriert werden, sondern für eine Ideologie der Intoleranz und Unmenschlichkeit, des Hasses und der Gewalt. 
Die Nazis berufen sich auf die Demonstrationsfreiheit, um dafür zu demonstrieren, diese Freiheit zu nehmen, wie auch Meinungsfreiheit, Toleranz und Mitmenschlichkeit; sie sprechen einigen Menschen sogar das Recht ab, überhaupt leben zu dürfen. Über 150 Menschen wurden deswegen in den letzten zwanzig Jahren ermordet. Die schrecklichen Taten der Terroristen von der NSU sind nur ein weiterer Beweis dafür, dass den Worten der Neonazis auch Taten folgen. 
Aus diesem Grund bin ich Erstunterzeichnerin des Aufrufs &quot;Nächstenliebe verlangt Klarheit - Kein Naziaufmarsch, nirgendwo&quot; der BAG Kirche und Rechtsextremismus. Zur Verteidigung unserer Werte gehören klare Signale, gerade in einer Stadt, die so furchtbar unter dem von Nazis begonnenen Krieg gelitten hat. Das Schicksal Dresdens ist uns Mahnung, wohin diese menschenverachtende Ideologie führt: In Tod und Verderben! Und es ist uns Auftrag, uns dem in den Weg zu stellen, gewaltfrei, aber bestimmt, in Anlehnung an Martin Luther: Hier stehe ich, ich kann nicht anders! </description>
			<content:encoded><![CDATA[<i>Gastbeitrag von Katrin Göring-Eckardt in DER SONNTAG, Ausgabe vom 13. Februar 2012:</i>
Die Demonstrationsfreiheit ist ein hohes Gut. Ich habe sie 1989 in der DDR selbst durch damals illegale Demonstrationen mit erkämpft. Sie bedeutet, die eigene Meinung öffentlich kund zu tun, aber auch hinzunehmen, wenn andere für Ziele demonstrieren, die man selbst ablehnt. Bei den geplanten Aufzügen der Neonazis in Dresden soll aber nicht für eine politische Position demonstriert werden, sondern für eine Ideologie der Intoleranz und Unmenschlichkeit, des Hasses und der Gewalt. 
Die Nazis berufen sich auf die Demonstrationsfreiheit, um dafür zu demonstrieren, diese Freiheit zu nehmen, wie auch Meinungsfreiheit, Toleranz und Mitmenschlichkeit; sie sprechen einigen Menschen sogar das Recht ab, überhaupt leben zu dürfen. Über 150 Menschen wurden deswegen in den letzten zwanzig Jahren ermordet. Die schrecklichen Taten der Terroristen von der NSU sind nur ein weiterer Beweis dafür, dass den Worten der Neonazis auch Taten folgen. 
Aus diesem Grund bin ich Erstunterzeichnerin des Aufrufs &quot;Nächstenliebe verlangt Klarheit - Kein Naziaufmarsch, nirgendwo&quot; der BAG Kirche und Rechtsextremismus. Zur Verteidigung unserer Werte gehören klare Signale, gerade in einer Stadt, die so furchtbar unter dem von Nazis begonnenen Krieg gelitten hat. Das Schicksal Dresdens ist uns Mahnung, wohin diese menschenverachtende Ideologie führt: In Tod und Verderben! Und es ist uns Auftrag, uns dem in den Weg zu stellen, gewaltfrei, aber bestimmt, in Anlehnung an Martin Luther: Hier stehe ich, ich kann nicht anders! ]]></content:encoded>
			<category>Zeitungen</category>
			<category>Demokratie</category>
			
			
			<pubDate>Mon, 13 Feb 2012 13:05:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>FREITAGSMAIL</title>
			<link>http://goering-eckardt.de/detail/nachricht/freitagsmail-47.html</link>
			<description> Liebe Leserinnen und Leser, 
heute Morgen sind die Fraktionen zusammengekommen, um über die weiteren Schritte bei der Griechenland-Rettung zu beraten. Vor den Sondersitzungen der Fraktionen hatten Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble im Kanzleramt die Fraktionsvorsitzenden über den aktuellen Stand informiert. Der Bundestag wird am 27. Februar über das zweite Griechenland-Rettungspaket und den Schuldenschnitt entscheiden. Am selben Tag werden wir auch als GRÜNE Bundestagsfraktion darüber erneut beraten. Grundsätzlich ist das neue Hilfspaket ein Schritt in die richtige Richtung und der Schuldenschnitt die bessere Alternative im Vergleich zu einem unkontrollierten Staatsbankrott Griechenlands. Das ändert aber nichts daran, dass Griechenland zusätzliche Aufbauhilfe benötigen wird, um aus der Krise wieder herauszukommen. Diese Woche fand im Plenum bereits eine aktuelle Stunde zum EU-Fiskalpakt statt. Hier die Rede von Priska Hinz, die für uns in der Debatte gesprochen hat: http://gruenlink.de/6m3 
Ich wünsche ihnen ein erholsames Wochenende und eine interessante Lektüre.
 Herzliche Grüße,
Ihre Katrin Göring-Eckardt 
Die Themen der Woche: 
1) Aktuelle Stunde &quot;Energiewende&quot; 
2) Atommülllager Asse: Die Zeit drängt
 3) Strafbarkeit der Genitalverstümmelung 
4) Red Hand Day: Für eine KINDheit! 
5) GRÜNER Neujahrsempfang in Frankfurt 
6) Vor Ort: Bildungspaket kommt nicht an! 
7) Evangelische Freiheit und die Frage nach dem Wachstum 
8) Neujahrsempfang im Kreisverband Schwalm-Eder 
9) 13. und 18. Februar: Dresden Nazifrei 
10) Unterwegs in Thüringen: Besuche im Eichsfeld 
11) Gedenkveranstaltung für die Opfer des rechtsextremistischen Terrors 
Die Themen im Einzelnen:
 PLENUM: 
1) Aktuelle Stunde &quot;Energiewende&quot; 
Während der Umweltminister von unentwegt von vermeintlichen Erfolgen der schwarz-gelben Koalition in Sachen Energiewende spricht, lässt der Wirtschaftsminister nichts unversucht, genau diese zu verhindern und treibt gerade mutwillig die deutsche Solarbranche in die Insolvenz, wobei er das Erneuerbare-Energien-Gesetz am liebsten ganz abschaffen würde. Zudem verweigern Union und FDP die EU-Richtlinie zur Energieeffizienz und kümmern sich lieber darum, dass große Unternehmen von Netzentgelten und EEG-Umlage befreit werden. Die Zeche dafür zahlen Mittelstand und VerbraucherInnen. Unterstützt wird die Bundesregierung in ihrer Politik des Lavierens und Verweigerns unter anderem von der BILD-Zeitung, die sich in dieser Woche mit einer Serie über die vermeintliche &quot;Klimawandel-Lüge&quot; auf dünnes (weil durch Erderwärmung schmelzendes) Eis begibt. Zweiter selbsternannter Experte ist Fritz Vahrenholt, der mit seinem Buch &quot;Die kalte Sonne&quot; gerade durch die Presse tingelt und den Klimawandel für überschätzt hält. Daher rät er zu mehr Langsamkeit bei der Energiewende und findet einen längeren Betrieb von fossilen Kraftwerken unproblematisch. Dass Vahrenholt neben seiner Tätigkeit als Autor auch Vorstandsvorsitzender von RWE Innology ist, lässt ziemlich eindeutige Rückschlüsse zu, wie der Kohle- und Atomkonzern RWE die Energiewende wirklich sieht. Wir haben die falsche inkonsistente Energiepolitik und die unterschiedlichen Meinungen innerhalb der Regierung zum Thema einer Aktuellen Stunde im Bundestag gemacht. 
Das Protokoll der Sitzung von vergangenen Mittwoch finden Sie hier: http://gruenlink.de/6lb 
Die Rede von Jürgen Trittin kann man hier nachlesen: http://gruenlink.de/6lc
 2) Atommülllager Asse: 
Die Zeit drängt Das Atommülllager Asse befindet sich in einem extrem schlechten Zustand: Täglich laufen mehrere tausend Liter Salzlauge in das ehemalige Bergwerk, und die dort eingelagerten Fässer mit radioaktivem Müll rosten. Damit keine noch größere Kontamination der Umwelt entsteht müssen die Atommüllfässer zurückgeholt werden, so lange es noch geht. Das kann nur funktionieren, wenn schnell gehandelt wird. Leider lassen sowohl das Umweltministerium in Niedersachsen als auch das Bundesumweltministerium kein gesteigertes Engagement erkennen, obwohl die Zeit immer knapper wird. Meine Kollegin Sylvia Kotting-Uhl hat ihn ihrer Rede zu Recht für einen Konsens im Umgang mit der Asse geworben. 
Was jetzt getan werden muss, steht in unserem GRÜNEN Antrag: http://gruenlink.de/6ld
 Zudem haben wir beantragt, dass die Atomkonzerne an den Kosten für die Asse beteiligt werden. Auch dazu gibt es einen Antrag der GRÜNEN Bundestagsfraktion: http://gruenlink.de/6lf 
3) Strafbarkeit der Genitalverstümmelung
 Auch wenn es auch bei uns immer noch Menschen gibt, die die Verstümmelung von Mädchen und Frauen auf Traditionen oder gar religiöse Bräuche zurückführen: Genitalverstümmelungen sind und bleiben ein schweres Verbrechen gegen die Menschlichkeit, gegen die Würde der Frauen und gegen das Recht auf körperliche Unversehrtheit. 
Es gibt sie aber weiterhin, auch bei uns. Um diese grausame Praxis durch die Schließung rechtlicher Schutzlücken wirkungsvoller als bisher bekämpfen zu können, haben wir in dieser Woche einen Gesetzesentwurf eingebracht, der nicht nur die Tat in Deutschland unter besondere Strafe stellt, sondern auch, wenn die Mädchen dafür ins Ausland gebracht werden: http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/17/047/1704759.pdf 
RÜCKBLICK: 
4) Red Hand Day: Für eine KINDheit! 
Seit dem 12. Februar 2002 wird mit dem Zusatzprotokoll zur UN-Kinderrechtskonvention die militärische Rekrutierung Minderjähriger geächtet. Doch auch 10 Jahre nach dem Zusatzprotokoll müssen diesem internationalen Abkommen noch viele Taten folgen, damit die betroffenen Kinder auch tatsächlich zu ihrem Recht kommen. Hierauf haben die Schülerinnen und Schüler der 10. Klassenstufe der Burgenlandschule in Günthersleben-Wechmar mit dem Abdruck von über 150 roten Händen zum Internationalen Tag gegen den Einsatz von Kindersoldaten hingewiesen. Diese habe ich gerne angenommen und der Kinderkommission übergeben. Mehr dazu hier: http://gruenlink.de/6kc 
5) GRÜNER Neujahrsempfang in Frankfurt Am vergangenen Freitag war ich auf Einladung von Bündnis 90/Die Grünen Frankfurt am Main zu Gast in der Mainmetropole und habe beim Neujahrsempfang des KV zum Thema &quot;Ein anderes Wachstum ist möglich&quot; geredet. Mit dabei waren unter über 200 interessierten Gästen auch die am Vorabend neu gewählten DezernentInnen der Stadt Frankfurt, Olaf Cunitz (Bürgermeister, Dezernat Planen, Bauen, Wohnen), Sarah Sorge (Bildung und Frauen) und Rosemarie Heilig (Umwelt, Gesundheit, Personal), die auch als Oberbürgermeisterin kandidiert. 
Meine Rede und einige Bilder aus dem &quot;Orange Peel&quot; finden Sie hier: http://gruenlink.de/6lg 
Auch die Frankfurter Neue Presse hat über die Veranstaltung berichtet: http://gruenlink.de/6lh 
6) Vor Ort: Bildungspaket kommt nicht an!
 In der vergangenen Woche war ich wieder in Thüringen unterwegs. Dabei stand vielerorts insbesondere die Sozialpolitik im Blickpunkt und damit immer wieder das Bildungspaket der Bundesregierung. Vielerorts haben sich hier die Befürchtungen bewahrheitet. Ob Nordhausen, Meinigen oder Gotha, ob Musikschule, Optionskommune oder Sozialprojekt: Das Bildungs- und Teilhabepaket von Ursula von der Leyen kommt bei den betroffenen Kindern nicht an und stellt einen viel zu großen bürokratischen Aufwand dar. 
Mehr über die Tage in Thüringen gibt es hier: http://gruenlink.de/6k9 
7) Evangelische Freiheit und die Frage nach dem Wachstum Am Donnerstagabend, den 2. Februar 2012, diskutierte ich mit den engagierten Studentinnen und Studenten der Evangelischen Studentengemeinde in Leipzig über die Frage des Wachstums und die evangelische Freiheit.
 Die Rede kann man hier nachlesen: http://gruenlink.de/6kb
 AUSBLICK:
 8) Neujahrsempfang im Kreisverband Schwalm-Eder Am heutigen Freitag bin ich im hessischen Fritzlar auf Einladung des Europaabgeordneten Martin Häusling beim Neujahrsempfang des GRÜNEN KV Schwalm-Eder zu Gast. Um 18.00 Uhr spreche ich dort zum Thema &quot;GRÜN leben - Abschied vom alten Wachstum?!&quot; und freue mich darauf, anschließend mit vielen aktiven GRÜNEN Gästen ins Gespräch zu kommen. Mehr Informationen zur Arbeit des Kreisverbandes hier: www.gruene-schwalm-eder.de 
9) 13. und 18. Februar: Dresden Nazifrei 
Es ist unerträglich, wie die Neonazis jedes Jahr wieder versuchen, die Zerstörung Dresdens im Zweiten Weltkrieg für ihre Zwecke missbrauchen. Auch in diesem Jahr wollen sie durch die Stadt marschieren, um ihre menschenverachtende, rassistische, antisemitische und gewalttätige Ideologie zu propagieren und die Gesellschaft zu provozieren. Am 13. und 18. Februar wollen sie unter dem Vorwand, der Toten von 1945 zu gedenken, wieder losziehen. Das ist besonders perfide und abstoßend, schließlich wurde Dresden im Zuge des Zweiten Weltkrieges zerstört, den die Nazis ja gerade selber begonnen haben! Dresden ist somit auch ein Symbol dafür, wohin diese Naziideologie der führt - zu Tod und Zerstörung. Alle Demokratinnen und Demokraten sind aufgerufen, ein gewaltfreies, aber deutliches Zeichen gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Zerstörung, für Demokratie und Toleranz zu setzen.
 Der gemeinsame Aufruf der Bundesarbeitsgemeinschaft Kirche &amp; Rechtsextremismus und Aktion Sühnezeichen / Friedensdienst, den man auch noch mit zeichnen kann, findet sich hier: http://gruenlink.de/6li 
Der Aufruf des Bündnisses &quot;Dresden nazifrei&quot; ist hier zu finden: http://www.dresden-nazifrei.com/ 
10) Unterwegs in Thüringen: Besuche im Eichsfeld 
Die sitzungsfreie Zeit nutze ich unter anderem, um am 21. Februar spannende Projekte der Jugend- und Sozialarbeit im Eichsfeld zu besuchen. Hier bin ich zunächst im &quot;Boxkino&quot; (http://www.boxkino.de) Leinefelde zu Gast. Das Projekt begann bereits 1997 als Reaktion auf einen um sich greifenden Vandalismus in der Region und hat sich mittlerweile zu einem sozialen Vorzeigeprojekt der Jugend- und Familienarbeit entwickelt. Hier wird nicht nur mit präventiv-integrativem Ansatz geboxt und allerlei Sport gemacht, sondern darüber hinaus sozialpädagogische Freizeitbetreuung angeboten. 
Anschließend besuche ich das Jugendzentrum der Villa Lampe (http://www.villa-lampe.de/) in Heiligenstadt, welche das Projekt mit unterstützt. Hier wird mir dessen Leiter Thomas Holzborn die verschiedenartigen Projekte der offenen Jugendarbeit vorstellen. Neueste Idee des Hauses: Unter dem Slogan &quot;We connect you(th)&quot; sollen Jugendliche dazu ermutigt und unterstützt werden, eigene Ideen und Projekte anzuschieben und letztlich zu realisieren.
 Danach gehts zur Mitgliederversammlung des KV Eichsfeld. Auch hier wird bereits tatkräftig daran gearbeitet, den bevorstehenden Wahlkampf zu erGRÜNen. 
11) Gedenkveranstaltung für die Opfer des rechtsextremistischen Terrors 
Am 23. Februar gedenken wir, die Abgeordneten des Bundestages, Vertreterinnen und Vertreter von Landes- und Bundesregierung und natürlich die Angehörigen der Opfer im Konzerthaus Berlin der Menschen, die der Terrorgruppe NSU in den letzten 13 Jahren zum Opfer fielen. Sie wurden ermordet, weil sie nicht in das rassistische, zutiefst fremden- und damit menschenfeindliche Weltbild der Neonazis passten. Der Umgang der Öffentlichkeit damit ist allerdings auch kein Ruhmesblatt, zurecht wurde der Begriff &quot;Dönermorde&quot; zum Unwort des Jahres gewählt. Die Angehörigen der Opfer haben nicht die Unterstützung erfahren, die sie hätten erfahren müssen, sie waren sogar besonderen Verdächtigungen und Verleumdungen ausgesetzt. Wir wollen am 23. Februar Gedenken, Trauern, ein Zeichen der Solidarität und des Mitgefühls setzen. Und natürlich ein Zeichen, dass die Bestrebungen von Neonazis niemals dulden werden in unserer offenen Gesellschaft. 
&gt;&gt; Fan werden! Katrin auf Facebook http://www.facebook.com/pages/Katrin-Göring-Eckardt/60074915591 
&gt;&gt; Newsletter verwalten / Archiv Zum An- und Abmelden der Freitagsmail sowie zum Archiv hier entlang:http://www.goering-eckardt.de/service/newsletter.html</description>
			<content:encoded><![CDATA[ Liebe Leserinnen und Leser, 
heute Morgen sind die Fraktionen zusammengekommen, um über die weiteren Schritte bei der Griechenland-Rettung zu beraten. Vor den Sondersitzungen der Fraktionen hatten Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble im Kanzleramt die Fraktionsvorsitzenden über den aktuellen Stand informiert. Der Bundestag wird am 27. Februar über das zweite Griechenland-Rettungspaket und den Schuldenschnitt entscheiden. Am selben Tag werden wir auch als GRÜNE Bundestagsfraktion darüber erneut beraten. Grundsätzlich ist das neue Hilfspaket ein Schritt in die richtige Richtung und der Schuldenschnitt die bessere Alternative im Vergleich zu einem unkontrollierten Staatsbankrott Griechenlands. Das ändert aber nichts daran, dass Griechenland zusätzliche Aufbauhilfe benötigen wird, um aus der Krise wieder herauszukommen. Diese Woche fand im Plenum bereits eine aktuelle Stunde zum EU-Fiskalpakt statt. Hier die Rede von Priska Hinz, die für uns in der Debatte gesprochen hat: http://gruenlink.de/6m3 
Ich wünsche ihnen ein erholsames Wochenende und eine interessante Lektüre.
 Herzliche Grüße,
Ihre Katrin Göring-Eckardt 
Die Themen der Woche: 
1) Aktuelle Stunde &quot;Energiewende&quot; 
2) Atommülllager Asse: Die Zeit drängt
 3) Strafbarkeit der Genitalverstümmelung 
4) Red Hand Day: Für eine KINDheit! 
5) GRÜNER Neujahrsempfang in Frankfurt 
6) Vor Ort: Bildungspaket kommt nicht an! 
7) Evangelische Freiheit und die Frage nach dem Wachstum 
8) Neujahrsempfang im Kreisverband Schwalm-Eder 
9) 13. und 18. Februar: Dresden Nazifrei 
10) Unterwegs in Thüringen: Besuche im Eichsfeld 
11) Gedenkveranstaltung für die Opfer des rechtsextremistischen Terrors 
Die Themen im Einzelnen:
 PLENUM: 
1) Aktuelle Stunde &quot;Energiewende&quot; 
Während der Umweltminister von unentwegt von vermeintlichen Erfolgen der schwarz-gelben Koalition in Sachen Energiewende spricht, lässt der Wirtschaftsminister nichts unversucht, genau diese zu verhindern und treibt gerade mutwillig die deutsche Solarbranche in die Insolvenz, wobei er das Erneuerbare-Energien-Gesetz am liebsten ganz abschaffen würde. Zudem verweigern Union und FDP die EU-Richtlinie zur Energieeffizienz und kümmern sich lieber darum, dass große Unternehmen von Netzentgelten und EEG-Umlage befreit werden. Die Zeche dafür zahlen Mittelstand und VerbraucherInnen. Unterstützt wird die Bundesregierung in ihrer Politik des Lavierens und Verweigerns unter anderem von der BILD-Zeitung, die sich in dieser Woche mit einer Serie über die vermeintliche &quot;Klimawandel-Lüge&quot; auf dünnes (weil durch Erderwärmung schmelzendes) Eis begibt. Zweiter selbsternannter Experte ist Fritz Vahrenholt, der mit seinem Buch &quot;Die kalte Sonne&quot; gerade durch die Presse tingelt und den Klimawandel für überschätzt hält. Daher rät er zu mehr Langsamkeit bei der Energiewende und findet einen längeren Betrieb von fossilen Kraftwerken unproblematisch. Dass Vahrenholt neben seiner Tätigkeit als Autor auch Vorstandsvorsitzender von RWE Innology ist, lässt ziemlich eindeutige Rückschlüsse zu, wie der Kohle- und Atomkonzern RWE die Energiewende wirklich sieht. Wir haben die falsche inkonsistente Energiepolitik und die unterschiedlichen Meinungen innerhalb der Regierung zum Thema einer Aktuellen Stunde im Bundestag gemacht. 
Das Protokoll der Sitzung von vergangenen Mittwoch finden Sie hier: http://gruenlink.de/6lb 
Die Rede von Jürgen Trittin kann man hier nachlesen: http://gruenlink.de/6lc
 2) Atommülllager Asse: 
Die Zeit drängt Das Atommülllager Asse befindet sich in einem extrem schlechten Zustand: Täglich laufen mehrere tausend Liter Salzlauge in das ehemalige Bergwerk, und die dort eingelagerten Fässer mit radioaktivem Müll rosten. Damit keine noch größere Kontamination der Umwelt entsteht müssen die Atommüllfässer zurückgeholt werden, so lange es noch geht. Das kann nur funktionieren, wenn schnell gehandelt wird. Leider lassen sowohl das Umweltministerium in Niedersachsen als auch das Bundesumweltministerium kein gesteigertes Engagement erkennen, obwohl die Zeit immer knapper wird. Meine Kollegin Sylvia Kotting-Uhl hat ihn ihrer Rede zu Recht für einen Konsens im Umgang mit der Asse geworben. 
Was jetzt getan werden muss, steht in unserem GRÜNEN Antrag: http://gruenlink.de/6ld
 Zudem haben wir beantragt, dass die Atomkonzerne an den Kosten für die Asse beteiligt werden. Auch dazu gibt es einen Antrag der GRÜNEN Bundestagsfraktion: http://gruenlink.de/6lf 
3) Strafbarkeit der Genitalverstümmelung
 Auch wenn es auch bei uns immer noch Menschen gibt, die die Verstümmelung von Mädchen und Frauen auf Traditionen oder gar religiöse Bräuche zurückführen: Genitalverstümmelungen sind und bleiben ein schweres Verbrechen gegen die Menschlichkeit, gegen die Würde der Frauen und gegen das Recht auf körperliche Unversehrtheit. 
Es gibt sie aber weiterhin, auch bei uns. Um diese grausame Praxis durch die Schließung rechtlicher Schutzlücken wirkungsvoller als bisher bekämpfen zu können, haben wir in dieser Woche einen Gesetzesentwurf eingebracht, der nicht nur die Tat in Deutschland unter besondere Strafe stellt, sondern auch, wenn die Mädchen dafür ins Ausland gebracht werden: http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/17/047/1704759.pdf 
RÜCKBLICK: 
4) Red Hand Day: Für eine KINDheit! 
Seit dem 12. Februar 2002 wird mit dem Zusatzprotokoll zur UN-Kinderrechtskonvention die militärische Rekrutierung Minderjähriger geächtet. Doch auch 10 Jahre nach dem Zusatzprotokoll müssen diesem internationalen Abkommen noch viele Taten folgen, damit die betroffenen Kinder auch tatsächlich zu ihrem Recht kommen. Hierauf haben die Schülerinnen und Schüler der 10. Klassenstufe der Burgenlandschule in Günthersleben-Wechmar mit dem Abdruck von über 150 roten Händen zum Internationalen Tag gegen den Einsatz von Kindersoldaten hingewiesen. Diese habe ich gerne angenommen und der Kinderkommission übergeben. Mehr dazu hier: http://gruenlink.de/6kc 
5) GRÜNER Neujahrsempfang in Frankfurt Am vergangenen Freitag war ich auf Einladung von Bündnis 90/Die Grünen Frankfurt am Main zu Gast in der Mainmetropole und habe beim Neujahrsempfang des KV zum Thema &quot;Ein anderes Wachstum ist möglich&quot; geredet. Mit dabei waren unter über 200 interessierten Gästen auch die am Vorabend neu gewählten DezernentInnen der Stadt Frankfurt, Olaf Cunitz (Bürgermeister, Dezernat Planen, Bauen, Wohnen), Sarah Sorge (Bildung und Frauen) und Rosemarie Heilig (Umwelt, Gesundheit, Personal), die auch als Oberbürgermeisterin kandidiert. 
Meine Rede und einige Bilder aus dem &quot;Orange Peel&quot; finden Sie hier: http://gruenlink.de/6lg 
Auch die Frankfurter Neue Presse hat über die Veranstaltung berichtet: http://gruenlink.de/6lh 
6) Vor Ort: Bildungspaket kommt nicht an!
 In der vergangenen Woche war ich wieder in Thüringen unterwegs. Dabei stand vielerorts insbesondere die Sozialpolitik im Blickpunkt und damit immer wieder das Bildungspaket der Bundesregierung. Vielerorts haben sich hier die Befürchtungen bewahrheitet. Ob Nordhausen, Meinigen oder Gotha, ob Musikschule, Optionskommune oder Sozialprojekt: Das Bildungs- und Teilhabepaket von Ursula von der Leyen kommt bei den betroffenen Kindern nicht an und stellt einen viel zu großen bürokratischen Aufwand dar. 
Mehr über die Tage in Thüringen gibt es hier: http://gruenlink.de/6k9 
7) Evangelische Freiheit und die Frage nach dem Wachstum Am Donnerstagabend, den 2. Februar 2012, diskutierte ich mit den engagierten Studentinnen und Studenten der Evangelischen Studentengemeinde in Leipzig über die Frage des Wachstums und die evangelische Freiheit.
 Die Rede kann man hier nachlesen: http://gruenlink.de/6kb
 AUSBLICK:
 8) Neujahrsempfang im Kreisverband Schwalm-Eder Am heutigen Freitag bin ich im hessischen Fritzlar auf Einladung des Europaabgeordneten Martin Häusling beim Neujahrsempfang des GRÜNEN KV Schwalm-Eder zu Gast. Um 18.00 Uhr spreche ich dort zum Thema &quot;GRÜN leben - Abschied vom alten Wachstum?!&quot; und freue mich darauf, anschließend mit vielen aktiven GRÜNEN Gästen ins Gespräch zu kommen. Mehr Informationen zur Arbeit des Kreisverbandes hier: www.gruene-schwalm-eder.de 
9) 13. und 18. Februar: Dresden Nazifrei 
Es ist unerträglich, wie die Neonazis jedes Jahr wieder versuchen, die Zerstörung Dresdens im Zweiten Weltkrieg für ihre Zwecke missbrauchen. Auch in diesem Jahr wollen sie durch die Stadt marschieren, um ihre menschenverachtende, rassistische, antisemitische und gewalttätige Ideologie zu propagieren und die Gesellschaft zu provozieren. Am 13. und 18. Februar wollen sie unter dem Vorwand, der Toten von 1945 zu gedenken, wieder losziehen. Das ist besonders perfide und abstoßend, schließlich wurde Dresden im Zuge des Zweiten Weltkrieges zerstört, den die Nazis ja gerade selber begonnen haben! Dresden ist somit auch ein Symbol dafür, wohin diese Naziideologie der führt - zu Tod und Zerstörung. Alle Demokratinnen und Demokraten sind aufgerufen, ein gewaltfreies, aber deutliches Zeichen gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Zerstörung, für Demokratie und Toleranz zu setzen.
 Der gemeinsame Aufruf der Bundesarbeitsgemeinschaft Kirche &amp; Rechtsextremismus und Aktion Sühnezeichen / Friedensdienst, den man auch noch mit zeichnen kann, findet sich hier: http://gruenlink.de/6li 
Der Aufruf des Bündnisses &quot;Dresden nazifrei&quot; ist hier zu finden: http://www.dresden-nazifrei.com/ 
10) Unterwegs in Thüringen: Besuche im Eichsfeld 
Die sitzungsfreie Zeit nutze ich unter anderem, um am 21. Februar spannende Projekte der Jugend- und Sozialarbeit im Eichsfeld zu besuchen. Hier bin ich zunächst im &quot;Boxkino&quot; (http://www.boxkino.de) Leinefelde zu Gast. Das Projekt begann bereits 1997 als Reaktion auf einen um sich greifenden Vandalismus in der Region und hat sich mittlerweile zu einem sozialen Vorzeigeprojekt der Jugend- und Familienarbeit entwickelt. Hier wird nicht nur mit präventiv-integrativem Ansatz geboxt und allerlei Sport gemacht, sondern darüber hinaus sozialpädagogische Freizeitbetreuung angeboten. 
Anschließend besuche ich das Jugendzentrum der Villa Lampe (http://www.villa-lampe.de/) in Heiligenstadt, welche das Projekt mit unterstützt. Hier wird mir dessen Leiter Thomas Holzborn die verschiedenartigen Projekte der offenen Jugendarbeit vorstellen. Neueste Idee des Hauses: Unter dem Slogan &quot;We connect you(th)&quot; sollen Jugendliche dazu ermutigt und unterstützt werden, eigene Ideen und Projekte anzuschieben und letztlich zu realisieren.
 Danach gehts zur Mitgliederversammlung des KV Eichsfeld. Auch hier wird bereits tatkräftig daran gearbeitet, den bevorstehenden Wahlkampf zu erGRÜNen. 
11) Gedenkveranstaltung für die Opfer des rechtsextremistischen Terrors 
Am 23. Februar gedenken wir, die Abgeordneten des Bundestages, Vertreterinnen und Vertreter von Landes- und Bundesregierung und natürlich die Angehörigen der Opfer im Konzerthaus Berlin der Menschen, die der Terrorgruppe NSU in den letzten 13 Jahren zum Opfer fielen. Sie wurden ermordet, weil sie nicht in das rassistische, zutiefst fremden- und damit menschenfeindliche Weltbild der Neonazis passten. Der Umgang der Öffentlichkeit damit ist allerdings auch kein Ruhmesblatt, zurecht wurde der Begriff &quot;Dönermorde&quot; zum Unwort des Jahres gewählt. Die Angehörigen der Opfer haben nicht die Unterstützung erfahren, die sie hätten erfahren müssen, sie waren sogar besonderen Verdächtigungen und Verleumdungen ausgesetzt. Wir wollen am 23. Februar Gedenken, Trauern, ein Zeichen der Solidarität und des Mitgefühls setzen. Und natürlich ein Zeichen, dass die Bestrebungen von Neonazis niemals dulden werden in unserer offenen Gesellschaft. 
&gt;&gt; Fan werden! Katrin auf Facebook http://www.facebook.com/pages/Katrin-Göring-Eckardt/60074915591 
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			<category>Newsletter</category>
			
			
			<pubDate>Fri, 10 Feb 2012 14:25:00 +0100</pubDate>
			
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			<title>GRÜN leben – Abschied vom alten Wachstum!?</title>
			<link>http://goering-eckardt.de/detail/nachricht/gruen-leben-abschied-vom-alten-wachstum.html</link>
			<description>Rede auf dem Grünen Neujahrsempfang in Schwalm-Eder am 10. Februar 2012.</description>
			<content:encoded><![CDATA[-- ES GILT DAS GESPROCHENE WORT --
Presseecho: http://www.hna.de/nachrichten/schwalm-eder-kreis/fritzlar/hoffen-ideen-1597555.html
Liebe Freundinnen und Freunde, liebe Gäste, <br />herzlichen Dank für die Einladung zu Euch in den Kreisverband Schwalm-Eder und für die Möglichkeit, hier in Fritzlar heute Abend miteinander ins Gespräch zu kommen.<br /><br />Gesprächsstoff gibt es wahrlich genug, besonders in einer krisenhaften Zeit, die jetzt schon eine ganze Weile andauert. In einer solchen Zeit, angesichts der Wirtschaftskrise, der Finanzkrise und der Klimakrise über Wachstum, neu oder alt, zu sprechen, das könnte auf den ersten Blick durchaus ein wenig unverfroren klingen. Selbst die sonst so meinungsstarken Wirtschaftsforscher sind auffällig kleinlaut geworden und dazu übergegangen, eher vor weiteren Krisen oder dem Ende des deutschen Booms zu warnen, als positive Signale auszusenden. Aber wir GRÜNE waren und sind die Partei, die frühzeitig die richtigen Fragen stellt. Daher auch jetzt die Frage: Abschied vom Wachstum? Was wächst denn noch in der Krise? Und: Was sollte eigentlich wachsen? Und vor allem wie?<br /><br />Das ewige Heilsversprechen des stetig steigenden Wohlstands durch stetiges Wirtschaftswachstum ist nicht erst mit der Krise ins Wanken geraten. Schon lange war absehbar, dass auch der weltweite Ressourcen- und Energieverbrauch so nicht weitergehen kann. Das kann man ausrechnen, das kann man sehen. Dazu muss man keine Idealistin oder weltfremd sein. <br /><br />Seit den 1970er Jahren und dem Bericht des „Club of Rome“ zur Lage der Menschheit sind uns die „Grenzen des Wachstums“ bekannt, wenn auch nicht immer bewusst. In Zeiten der dreifachen Krise, Wirtschaft, Finanzen und Klima, wird jedoch das Unbehagen größer. Es mehren sich Zweifel an der grenzenlosen Machbarkeit und Logik des „Höher, schneller, weiter“. Vollkommen ausgenommen von diesen Zweifeln ist allein eine politische Splittergruppe: Der Parteivorsitzende der FDP hat in der vergangenen Woche gesagt: „Wachstum braucht keine Entschuldigung“. Mit Blick auf die Umfragezahlen der FDP möchte man ja fragen, ob negatives Wachstum auch keine Entschuldigung braucht, aber dazu hat Philipp Rösler komischerweise nichts gesagt. <br /><br />Aber weg von zwei Prozent hin zur gesellschaftlichen Mehrheit:<br />Bisher hat noch jede Generation ihren Kindern versprechen wollen, dass sie besser oder wenigstens genauso gut leben werden. Dieses Versprechen ist zumindest in seiner Schlichtheit heute unrealistisch, und es ist schwer, dass einzugestehen. Schwer angesichts dessen, dass bis zum Jahr 2020 in Deutschland insgesamt 2,6 Billionen (!) Euro an nachfolgende Generationen vererbt werden. Das klingt nach einer Gesellschaft, die ausgesorgt hat. Bei genauerem Hinsehen fällt jedoch auf, dass ein Drittel dieser sagenhaften 2,6 Billionen innerhalb der oberen zwei Prozent unserer Gesellschaft weitergegeben werden. Die Mehrzahl wird nicht automatisch reicher als ihre Eltern oder Großeltern. Vielmehr müssen wir feststellen: Wir werden in Zukunft mit weniger auskommen müssen, auch wenn dieses weniger im globalen Maßstab immer noch sehr viel sein wird.<br /><br />Was heißt das für die Zukunft? Wie gut wird es uns gehen? Ein „besseres Leben“ ist eben nicht einfach an Wirtschaftswachstum gebunden. Immer nur mehr (in der Tasche) zu haben, macht auf Dauer nicht glücklich. Dies hat – ganz aktuell – wieder einmal eine Studie des Roman-Herzog-Instituts&nbsp; dargestellt. Trotz wachsenden Wohlstands in Deutschland stagniert die Zufriedenheit der Menschen seit den 1990er Jahren - in Westdeutschland ist sie seit den 80ern sogar gesunken! Das gilt auch für andere untersuchte Länder wie die USA oder die Schweiz. Das ist einer von vielen Hinweisen darauf, dass wirtschaftliches Wachstum und persönliches Wohlbefinden nicht direkt zusammenhängen. Darum geht es mir.<br /><br />Für das Wohlbefinden scheinen mir auch andere Dinge als wirtschaftlicher Erfolg eine Rolle zu spielen: Freizeit, Zeit zum Beispiel für Freunde und Hobbys, Teilhabe an Kultur und Genuss. Eine weitere Arbeitsverdichtung und Druck am Arbeitsplatz, beides oft mit Wachstumszwängen begründet, stehen dem oft entgegen. Und viele Menschen sind nicht mehr bereit, für noch mehr ökonomischen Erfolg diese Faktoren eines guten Lebens zu opfern.<br /><br />Dies zu äußern hat nichts mit Fortschrittsfeindlichkeit zu tun, wie einige immer noch unterstellen, vor allem wenn es von uns GRÜNEN geäußert wird. Es geht mir nicht um „ausbleibendes Wachstum“ sondern zunächst um eine Diskussion über die Frage, ob und inwieweit wirtschaftliches Wachstum die angeblich wichtigste Voraussetzung für ein gutes Leben und Fortschritt ist.<br /><br />Menschen träumen vom Fortschritt. Fortschreiten, voranschreiten – das brauchen wir nicht nur, das wollen wir auch. Wir wollen uns weiterentwickeln, wir wollen weiterdenken und weiter Neues entdecken. Das ist Teil des &quot;guten Lebens&quot;. Aber wenn wir weiterhin gut leben möchten, können wir meines Erachtens nicht weiterleben wie bisher. <br /><br />Das heißt aber auch, dass wir uns schon heute fragen müssen: Was bedeutet das für die Gesellschaft? Wie werden wir neu verteilen, wie werden wir künftig Energie verbrauchen und welche Energie, wohin entwickeln sich unsere Sozialsysteme, damit nicht nur wenige Profiteure sind? <br /><br />Viele verbinden heute mit dem guten Leben neue moderne Technik - Handys, Computer, Unterhaltungselektronik oder schicke Autos. Ich bin nicht skeptisch hinsichtlich neuer, technischer Errungenschaften. Aber ich frage mich, ob zum Beispiel die Umstellung von Autos auf Elektromotoren schon ausreicht, um Mobilität zukunftsfähig zu machen? Ein Beispiel: Automotoren sind in den letzten Jahrzehnten immer effizienter geworden, aber wir verbrauchen nicht weniger fossilen Treibstoff. Zwar ist der Durchschnittsverbrauch von PKW zwischen 1991 und heute von 9,2 auf ca. 7,5 Litern Kraftstoff pro 100 km gesunken und damit der Verbrauch im Personenverkehr von 47,5 Mrd. Litern 1991 auf knapp 45 Mrd. Litern derzeit gesunken; gleichzeitig ist aber der Verbrauch im Güterstraßenverkehr im gleichen Zeitraum aber so stark gestiegen, dass wir einen Gesamtanstieg im Verbrauch von 62 auf fast 66 Mrd. Liter Kraftstoff pro Jahr haben! Entsprechend ist auch der CO2-Ausstoß im Straßenverkehr trotz sparsamerer Motoren und häufigerer Geschwindigkeitsbegrenzungen auf den Straßen kaum gesunken, gerade mal von 150 Mio. auf 144 Mio. Tonnen. Da helfen auch keine Gigaliner, die eure Landesregierung gerne auch hier im Schwalm-Eder-Kreis mal ausprobieren möchte, da hilft allenfalls, mehr Verkehr auf die Schiene zu verlagern und vor allem zu fragen: Wo kommen unsere Dinge des täglichen Bedarfs her, und brauchen wir wirklich Erdbeeren im Januar für ein genussvolles Leben?<br /><br />Ähnlich ist es bei den Elektrogeräten. Wir haben zwar effizientere Kühlschränke, aber dafür nicht nur den einen, sondern noch einen im Partykeller oder in der Laube. Wir haben zwar energiesparende Flachbildschirme, dafür sind die meisten heute mindestens doppelt so groß wie die herkömmlichen Röhrengeräte und verbrauchen daher sogar mehr Strom. Davon ganz abgesehen, dass es so bequem ist, den Fernseher oder Computermonitor bei Nichtnutzung auf Stand-By zu lassen und nicht daran zu denken, wie viel Strom dadurch völlig unnötig verschwendet wird. Und brauchen wir wirklich jedes Jahr ein neues, effizienteres Smartphone? Effizienz allein löst die Probleme nicht.<br /><br />Es kommt also darauf an, auf welche Definition vom guten Leben wir uns künftig einigen werden. Ist es wirklich nur das größere Einkommen? Oder nicht doch eher Lebensqualität, eine intakte Umwelt, sozialer Frieden und kulturelle Infrastruktur, Kommunikation und Beteiligung. Wir brauchen eine kluge, solidarische „Ökonomie des Genug“, wenn wir es ernst meinen mit dem gesellschaftlichen Frieden.<br /><br />Daraus ergibt sich ein moralisches Dilemma: Wir wollen unser Produzieren und Konsumieren, unser Wirtschaftssystem und unseren Lebensstil ja ungern grundsätzlich ändern, zumindest auf vieles liebgewonnene nicht verzichten. Wir wollen im Prinzip natürlich auch nicht, dass es anderen deshalb schlecht geht – sei es der Nachbar, seien es Menschen auf der anderen Seite der Weltkugel.<br /><br />Es bestehen angesichts der aktuellen Situation der berechtigte Verdacht, die Intuition und das Wissen, dass eine Gesellschaft, die sich allein am Kriterium „Wachstum“ orientiert, eine Gesellschaft mit einem sehr engen Blickwinkel auf die Welt ist, und vor allem auf die Menschen, die in ihr leben. Denn andere Maßstäbe, wie zum Beispiel der Grundsatz der Nachhaltigkeit, aber auch Bildung oder soziale Beziehungen, Gesundheit oder Lebenszufriedenheit, geraten aus dem Sichtfeld.<br /><br />Ein Tag, der zeigt, dass unsere Art zu Wirtschaften und zu Konsumieren nicht mit dem aus der Forstwirtschaft stammenden Nachhaltigkeitsprinzip in Einklang ist, ist der so genannte „Earth Overshoot Day“. Einige von ihnen kennen diesen Berechnungs-Tag vielleicht und wissen, was sich dahinter verbirgt. Der „Earth Overshoot Day“ ist ausdrücklich kein Feiertag. Er beschreibt den Tag im Jahr, an dem wir die Ressourcen, die die Erde in einem Jahr produzieren kann, aufgebraucht haben. Letztes Jahr war der weltweite Earth Overshoot Day am 27. September. Vor gut zwanzig Jahren, im Jahr 1990 war er noch am 7. Dezember. Wir verbrauchen also unter globalen Gerechtigkeitsmaßstäben und nach dem Maßstab der Nachhaltigkeit mehr als wir dürfen, mehr, als uns zusteht. Wir verbrauchen 135 Prozent von dem, was an natürlichen Ressourcen generiert oder regeneriert werden kann. A propos global: Berechnet man den Tag für die einzelnen Länder, dann wäre der deutsche „Earth Overshoot Day“ bereits am 23. Mai gewesen, in den USA sogar schon am 1. April, in Afrika aber erst knapp fünf Monate später als bei uns! <br /><br />Wir müssen konstatieren: Der Maßstab des Wirtschaftswachstums anhand des Bruttoinlandproduktes sagt überhaupt nichts darüber aus, wie lebenswert oder zukunftsfähig eine Gesellschaft ist. Er sagt nichts darüber aus, wie solidarisch sie ist, was für Kulturgüter sie hervorbringt, wie Menschen in ihr miteinander umgehen, wie ressourcenleicht oder ressourcenintensiv, wie nachhaltig sie wirtschaftet. Der Maßstab Bruttoinlandsprodukt sagt uns noch nicht einmal, welchen Gewinn diese Gesellschaft erwirtschaftet, er beschreibt lediglich den ökonomischen Wert der erzeugten Güter und Dienstleistungen. Nach diesem Maßstab ist es ungleich schlechter, wenn sie zwei nette Menschen zu sich nach Hause zu einer guten Flasche Wein einladen, als wenn sie sich alleine am Kiosk mit einem Fusel mit hoher Gewinnmarge betrinken und auf dem Heimweg dann auch noch ihr Auto zu Schrott fahren. Reparatur oder Neuanschaffung wären ja wachstumsmäßig ein echter Gewinn (von den Gesundheitskosten des Schleudertraumas ganz zu schweigen). Wer allein auf quantitatives Wachstum setzt, der gerät schnell bis zwangsläufig in den Konflikt mit der Nachhaltigkeit. Vor allem aber gerät er in Konflikt mit dem berühmten gesunden Menschenverstand und mit neuer ökonomischer Vernunft. <br /><br />Liebe Freundinnen und Freunde,<br /><br />wir brauchen neue Maßstäbe, um ein so genanntes „Gutes Leben“ zu definieren, auch ganz individuell und für uns selbst. Das ist nicht nur eine philosophische Aufgabe oder eine ethische Fragestellung. Es ist vielmehr eine Notwendigkeit angesichts gescheiterter politischer und wirtschaftlicher Ansätze, die einseitig auf ewigem, grenzenlosen Wachstum basierten und sich damit als absolut nicht nachhaltig erwiesen haben. Doch wie könnten diese Maßstäbe aussehen?<br /><br />Der deutsche Bundestag hat zum Beispiel eine Enquete-Kommission mit dem etwas sperrigen Namen „Wachstum, Wohlstand, Lebensqualität – Wege zu nachhaltigem Wirtschaften und gesellschaftlichem Fortschritt“ eingesetzt, die über einen neuen, alternativen Indikator zum Bruttoinlandsprodukt nachdenkt.<br /><br />Spannend ist aber vor allem ein Gutachten, dass die Grüne Landtagsfraktion in Schleswig-Holstein in Auftrag gegeben hatte und im Sommer letzten Jahres vorgestellt hat. Es misst und bewertet Wohlstand und Wachstum in Schleswig-Holstein in Form eines regionalen Wohlfahrtsindexes. Das Ergebnis ist überraschend, kurz gefasst lautet es: In dem nach herkömmlichen Maßstäben als „strukturschwach“ etikettierten Bundesland mit einem vergleichsweise geringem Wirtschaftswachstum sind die Menschen überdurchschnittlich glücklich! Einem Wirtschaftswachstum von nur 0,2 Prozent im Vergleichsjahr 2008 steht ein Zuwachs von 9,4 Prozent beim so genannten Nationalen Wohlfahrtsindex (NWI) gegenüber. Die Indikatoren, die in dessen Berechnung miteinfließen, sind unter anderem die Nettoneuverschuldung eines Landes, der Umfang des ehrenamtlichen Engagements, öffentliche Ausgaben für die ökologische Transformation der Wirtschaft, aber auch die Verschmutzung von Wasser, Boden und Luft.<br /><br />Die Studie bestätigt unter anderem auch die Beobachtung des Sozialpsychologen Harald Welzer, dass die gesellschaftlichen Fortschritte der letzten Jahrzehnte auf Entwicklungen in den Bereichen Bildung, Gesundheit und Kommunikation zurückgehen, und eben nicht auf wirtschaftliches Wachstum, das durch die sich immer weiter öffnende Schere der ungleichen Einkommensverteilungen ohnehin immer weniger Menschen zu Gute kommt. Das Wohlbefinden unserer Bevölkerung hängt vielmehr von dem Ausmaß an Partizipationsmöglichkeiten, Gefühl der Solidarität, Zugang zu Kultur- und Bildungsgütern sowie Lebensqualität ab, als nur vom Bruttoinlandprodukt. Übrigens: Zwei Drittel der Deutschen zweifeln inzwischen daran, dass ihre Lebensqualität automatisch steigt, wenn die Wirtschaft wächst.<br /><br />Es ist also nicht mehr das reine Wirtschaftswachstum, auf das wir bauen könnten oder sollten. Andere Fragen werden uns in Zukunft beschäftigen. Die Frage der Verteilung knapper werdender Güter steht ganz oben auf der Agenda, wenn wir über Nachhaltigkeit sprechen. Regional, national, global. Das zwanzigste T-Shirt für 5 Euro im Schrank zerstört nicht nur Natur, sondern ist mindestens auch ein Angriff auf soziale Gerechtigkeit. Der Preis für die 20.000 Liter Wasser , die zur Produktion von einem Kilo Baumwolle benötigt werden, können in diesem T-Shirt-Preis nicht oder zumindest nicht vollständig enthalten sein – ganz zu schweigen von denjenigen, die dieses Wasser dringender brauchen. Daher brauchen wir den Willen und müssen die Bereitschaft fördern, auf das große Ganze zu schauen und gleichzeitig im Kleinen, vor Ort, zu beginnen. Unser lokales wie nationales Handeln, unser Konsum, unser gesamter Lebensstil hat unausweichlich supranationale Auswirkungen. Dazu gehört das bewusste Konsumieren, aber auch die Frage: Gibt es einen Verzicht, der in der Summe zu mehr Lebensqualität führt? Das es Grenzen des Wachstums gibt, merken wir an den aktuellen Skandalen aus dem Bereich der Massentierhaltung, die gerade mal wieder durch die Presse geistern. Und wenn wir entscheiden können, ob wir jeden Tag Antibiotika-Putensteak oder Billig-Schweineschnitzel auf dem Teller haben wollen, oder doch lieber auch hier und da ohne Fleisch auskommen und uns dafür guten Gewissens auf den Sonntagsbraten mit Biosiegel freuen können, dann ist die Entscheidung einfach, und sie ist kein Verzicht, sondern am Ende ein Gewinn. Ein Gewinn für die Natur, für die Tiere, ganz besonders für diejenigen, die wie einige von euch vom Ausbau der Geflügelzuchtanlagen und Schweinefarmen hier im Kreis unmittelbar betroffen sind. Da kann weniger auch mehr sein, mehr Lebensqualität und Umweltschutz hier vor der Haustür, und weniger Flächenverbrauch und Hunger auf der anderen Seite der Erdkugel, wo riesige Flächen für den Anbau von Futtermittel für unser Steak verbraucht werden. Der Schweinebraten mit Rotkohl und Klößen hat einen Flächenverbrauch über drei Quadratmetern (3,12), für Spaghetti mit Tomatensoße braucht man weniger als ein Sechstel (0,46m2) . Kleinkram angesichts der großen Krisen? Wenn sich die Einwohnerschaft von Bremen (550.000 Leute) einen Tag pro Woche vegetarisch ernährt, dann spart das im Jahr so viel CO2 wie 40.000 Autos ausstoßen. Eines von vielen Beispielen. <br /><br />Was wir also brauchen ist der Mut, die eine oder andere unkonventionelle Idee zu denken und dann auch auszusprechen. Warum nicht in der Schule oder an der Arbeit einen „Veggie-Day“ einführen? Warum nicht bewusst einen Tag im Monat auf das Auto verzichten oder den einen schönen Pullover kaufen statt der drei, nur weil die reduziert sind? Ein guter Tag zum Ausprobieren ist spätestens am 4. Juni. Dann ist der bundesweite „Aktionstag Nachhaltigkeit“, pünktlich zum Beginn der UN-Konferenz über nachhaltige Entwicklung in Rio. An diesem Tag wollen viele Menschen, Verbände, Initiativen in Deutschland mit gutem Beispiel vorangehen und zeigen, was das heißt: Nachhaltig zu leben. Wenn einer dafür die richtigen Ideen hat, dann wir!<br /><br />Liebe Freundinnen und Freunde,<br />wenn also GRÜNES Leben mit einem Abschied vom althergebrachten Wachstum einhergeht, was muss, was soll denn dann noch wachsen, gerade in diesen krisenhaften Zeiten? <br />Ich hoffe, es wächst die Bereitschaft in der Gesellschaft, neu zu denken. Darin waren und sind wir GRÜNE übrigens gut, und das sollten wir uns erhalten und weiterentwickeln. Ich hoffe, es wächst der Mut, Abschied vom alten Wachstumsbegriff zu nehmen und sich auf neue Wege hin zu einem „guten Leben“ zu machen. Ich hoffe, es wächst das Bewusstsein dafür, dass Nachhaltigkeit mehr als ein Werbebegriff für vermeintlich oder wirklich umweltfreundliche Produkte oder für politische Konzepte ist. Nicht zuletzt: Ich hoffe, dass in der Krise das Bewusstsein dafür wächst, dass wir global alle in einem Boot sitzen, nicht nur was die Wirtschaft, sondern auch was künftige soziale, ökologische und kulturelle Fragen, Konflikte und Lösungen angeht. Daran lasst uns gemeinsam arbeiten!<br /><br />Herzlichen Dank!]]></content:encoded>
			<category>Reden</category>
			<category>Aktiv</category>
			
			
			<pubDate>Fri, 10 Feb 2012 00:00:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Red Hand Day: Übergabe der roten Hände der Burgenlandschüler an die Kinderkommission des Bundestages</title>
			<link>http://goering-eckardt.de/detail/nachricht/am-12022012-ist-red-hand-day-bundestagsvizepraesidentin-katrin-goering-eckardt-uebergibt-ro.html</link>
			<description>Seit dem 12. Februar 2002 wird mit dem Zusatzprotokoll zur UN-Kinderrechtskonvention die militärische Rekrutierung Minderjähriger geächtet. Doch auch 10 Jahre nach dem Zusatzprotokoll müssen diesem internationalen Abkommen noch viele Taten folgen, damit die betroffenen Kinder auch tatsächlich zu ihrem Recht kommen. Hierauf haben die Schülerinnen und Schüler der 10. Klassenstufe der Burgenlandschule in Günthersleben-Wechmar mit dem Abdruck von über 150 roten Händen zum Internationalen Tag gegen den Einsatz von Kindersoldaten hingewiesen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hierzu erklärt die Gothaer Bundestagsabgeordnete Katrin Göring-Eckardt, welche die Handabdrücke der Burgenlandschüler übernommen und am 8. Februar an die Kinderkommission des Deutschen Bundestages übergeben hat: &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Die Schülerinnen und Schüler der Staatlichen Regelschule Burgenland in Günthersleben-Wechmar haben anlässlich des Red Hand Day am 12. Februar 2012 ein Zeichen gegen den weltweiten Missbrauch von Kindern als Soldaten gesetzt. Ich freue mich über diese erneute Teilnahme der Burgenlandschüler an dieser Aktion, die mit ihrem Einsatz einen wichtigen Beitrag leisten, um den Protest gegen diese Praxis und die Forderungen des Aktionsbündnisses weltweit sichtbar zu machen.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Ratifizierung der UN-Kinderrechtskonvention jährt sich dieses Jahr zum 23. mal. Erst im Juni 2010 hat die Bundesregierung ihre Vorbehalte gegenüber der Konvention aufgehoben und diese damit für voll umfänglich gültig erklärt. Hierzu erklärt Göring-Eckardt: &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Auch über 20 Jahre nach Verabschiedung der UN-Kinderrechtskonvention ist der missbrauchende Einsatz von rund 250.000 Kindersoldaten in Kriegs- und Krisengebieten grausame Realität. Jungen und Mädchen werden zwangsrekrutiert und als Kämpfer, Träger, Köche oder Diener eingesetzt. Für Mädchen in den noch immer mehr als 30 betroffenen Regionen sind Vergewaltigungen und Zwangsehen keine Seltenheit. Um die Kinderrechte allumfassend zu stärken, muss Deutschland mit gutem Beispiel voran gehen. Die Ausbildung und der Einsatz von Minderjährigen in der Bundeswehr ist angesichts des Engagements gegen Kindersoldaten nicht zu verantworten. Die Antworten der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Grünen Bundestagsfraktion (BT-Drs. 17/6311) weisen jedoch noch immer in eine andere Richtung. Es muss darüber hinaus ausgeschlossen werden, dass sich die Bundesregierung an der militärischen Ausbildung von Minderjährigen im Ausland beteiligt. Außer der symbolischen Rücknahme der Vorbehalte gegenüber der UN-Kinderrechtskonvention ist bisher bei der Umsetzung der Kinderrechte in Deutschland nur schwarz-gelbe Stagnation zu verzeichnen“, kritisiert Göring-Eckardt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Noch immer mangelt es bei der mit der Abschaffung der Wehrpflicht verstärkt zu beobachtenden Werbung an Schulen an Sensibilität beim Marketing der Bundeswehr. Die deutschen Streitkräfte sind kein ziviles Unternehmen und sind bei der Personalwerbung auch nicht mit einem solchen gleichzusetzen. Bei der Werbung für Auslandseinsätze bei Schülerinnen und Schülern muss deshalb sehr kritisch hingesehen werden“, fordert die Bündnisgrüne Abgeordnete abschließend.</description>
			<content:encoded><![CDATA[Seit dem 12. Februar 2002 wird mit dem Zusatzprotokoll zur UN-Kinderrechtskonvention die militärische Rekrutierung Minderjähriger geächtet. Doch auch 10 Jahre nach dem Zusatzprotokoll müssen diesem internationalen Abkommen noch viele Taten folgen, damit die betroffenen Kinder auch tatsächlich zu ihrem Recht kommen. Hierauf haben die Schülerinnen und Schüler der 10. Klassenstufe der Burgenlandschule in Günthersleben-Wechmar mit dem Abdruck von über 150 roten Händen zum Internationalen Tag gegen den Einsatz von Kindersoldaten hingewiesen.<br /><br />Hierzu erklärt die Gothaer Bundestagsabgeordnete Katrin Göring-Eckardt, welche die Handabdrücke der Burgenlandschüler übernommen und am 8. Februar an die Kinderkommission des Deutschen Bundestages übergeben hat: <br /><br />„Die Schülerinnen und Schüler der Staatlichen Regelschule Burgenland in Günthersleben-Wechmar haben anlässlich des Red Hand Day am 12. Februar 2012 ein Zeichen gegen den weltweiten Missbrauch von Kindern als Soldaten gesetzt. Ich freue mich über diese erneute Teilnahme der Burgenlandschüler an dieser Aktion, die mit ihrem Einsatz einen wichtigen Beitrag leisten, um den Protest gegen diese Praxis und die Forderungen des Aktionsbündnisses weltweit sichtbar zu machen.“<br /><br />Die Ratifizierung der UN-Kinderrechtskonvention jährt sich dieses Jahr zum 23. mal. Erst im Juni 2010 hat die Bundesregierung ihre Vorbehalte gegenüber der Konvention aufgehoben und diese damit für voll umfänglich gültig erklärt. Hierzu erklärt Göring-Eckardt: <br /><br />„Auch über 20 Jahre nach Verabschiedung der UN-Kinderrechtskonvention ist der missbrauchende Einsatz von rund 250.000 Kindersoldaten in Kriegs- und Krisengebieten grausame Realität. Jungen und Mädchen werden zwangsrekrutiert und als Kämpfer, Träger, Köche oder Diener eingesetzt. Für Mädchen in den noch immer mehr als 30 betroffenen Regionen sind Vergewaltigungen und Zwangsehen keine Seltenheit. Um die Kinderrechte allumfassend zu stärken, muss Deutschland mit gutem Beispiel voran gehen. Die Ausbildung und der Einsatz von Minderjährigen in der Bundeswehr ist angesichts des Engagements gegen Kindersoldaten nicht zu verantworten. Die Antworten der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Grünen Bundestagsfraktion (BT-Drs. 17/6311) weisen jedoch noch immer in eine andere Richtung. Es muss darüber hinaus ausgeschlossen werden, dass sich die Bundesregierung an der militärischen Ausbildung von Minderjährigen im Ausland beteiligt. Außer der symbolischen Rücknahme der Vorbehalte gegenüber der UN-Kinderrechtskonvention ist bisher bei der Umsetzung der Kinderrechte in Deutschland nur schwarz-gelbe Stagnation zu verzeichnen“, kritisiert Göring-Eckardt. <br /><br />„Noch immer mangelt es bei der mit der Abschaffung der Wehrpflicht verstärkt zu beobachtenden Werbung an Schulen an Sensibilität beim Marketing der Bundeswehr. Die deutschen Streitkräfte sind kein ziviles Unternehmen und sind bei der Personalwerbung auch nicht mit einem solchen gleichzusetzen. Bei der Werbung für Auslandseinsätze bei Schülerinnen und Schülern muss deshalb sehr kritisch hingesehen werden“, fordert die Bündnisgrüne Abgeordnete abschließend.]]></content:encoded>
			<category>Pressemitteilungen</category>
			<category>Gotha</category>
			<category>Internationales</category>
			
			
			<pubDate>Thu, 09 Feb 2012 12:05:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>In Crawinkel ist kein Platz für Nazis!</title>
			<link>http://goering-eckardt.de/detail/nachricht/in-crawinkel-ist-kein-platz-fuer-nazis.html</link>
			<description>&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;&quot;&gt;Zum Kauf der Gaststätte „Drei Linden“ in Crawinkel durch Rechtsextreme erklärt Bundestagsvizepräsidentin Katrin Göring-Eckardt (Bündnis 90/Die Grünen):&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;&quot;&gt;„Es ist erschreckend, dass Rechtsextreme offenbar in Crawinkel über einen Privatkauf eine Immobilie erworben haben und so ihr Netzwerk weiter stärken wollen. Hier soll ganz gezielt ein neuer Treffpunkt für Neonazis aus der Region entstehen. Das bedeutet nicht nur für Crawinkel selbst einen tiefen Einschnitt, sondern für den gesamten Landkreis. Auch mit Blick auf die Vergangenheit Crawinkels mit dem Außenlager des Konzentrationslagers Buchenwald ist der Aufbau rechtsextremer Strukturen hier besonders verheerend.“ so Katrin Göring-Eckardt.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;&quot;&gt;Weiterhin fügt die Grünen-Abgeordnete hinzu: „Jetzt muss alles dafür getan werden den Kauf der Immobilie rückgängig zu machen, auch wenn es sich um einen Privatkauf handelt. Hier braucht Crawinkel Unterstützung vom gesamten Landkreis sowie vom Freistaat. Die Bürgerinnen und Bürger im Landkreis müssen zudem zeigen, dass sie den rechtsextremen, menschenverachtenden Ideologien keinen Raum geben wollen, sondern sich für Vielfalt und echte Demokratie stark machen.“ &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"><span style="font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;">Zum Kauf der Gaststätte „Drei Linden“ in Crawinkel durch Rechtsextreme erklärt Bundestagsvizepräsidentin Katrin Göring-Eckardt (Bündnis 90/Die Grünen):</span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"><span style="font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;">„Es ist erschreckend, dass Rechtsextreme offenbar in Crawinkel über einen Privatkauf eine Immobilie erworben haben und so ihr Netzwerk weiter stärken wollen. Hier soll ganz gezielt ein neuer Treffpunkt für Neonazis aus der Region entstehen. Das bedeutet nicht nur für Crawinkel selbst einen tiefen Einschnitt, sondern für den gesamten Landkreis. Auch mit Blick auf die Vergangenheit Crawinkels mit dem Außenlager des Konzentrationslagers Buchenwald ist der Aufbau rechtsextremer Strukturen hier besonders verheerend.“ so Katrin Göring-Eckardt.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"><span style="font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;">Weiterhin fügt die Grünen-Abgeordnete hinzu: „Jetzt muss alles dafür getan werden den Kauf der Immobilie rückgängig zu machen, auch wenn es sich um einen Privatkauf handelt. Hier braucht Crawinkel Unterstützung vom gesamten Landkreis sowie vom Freistaat. Die Bürgerinnen und Bürger im Landkreis müssen zudem zeigen, dass sie den rechtsextremen, menschenverachtenden Ideologien keinen Raum geben wollen, sondern sich für Vielfalt und echte Demokratie stark machen.“ </span></p>]]></content:encoded>
			<category>Pressemitteilungen</category>
			<category>Gotha</category>
			<category>Demokratie</category>
			
			
			<pubDate>Wed, 08 Feb 2012 14:18:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Ein anderes Wachstum ist möglich!</title>
			<link>http://goering-eckardt.de/detail/nachricht/ein-anderes-wachstum-ist-moeglich.html</link>
			<description>Rede von Katrin Göring-Eckardt auf dem Neujahrsempfang von Bündnis 90/Die Grünen Frankfurt am Main am 03.02.2012</description>
			<content:encoded><![CDATA[-- ES GILT DAS GESPROCHENE WORT -- 
Liebe Freundinnen und Freunde, liebe Gäste, <br /><br />vielen Dank für die Einladung nach Frankfurt, ich freue mich! Schön, dass wir heute Abend miteinander ins Gespräch kommen.<br /><br />Beginnen möchte ich mit einem Glückwunsch an die neu gewählten Dezernentinnen und Dezernenten Rosemarie Heilig, Sarah Sorge und Olaf Cunitz! Ihr werdet – gemeinsam mit Nargess Eskandari-Grünberg und Stefan Majer – in Zukunft in herausgehobener Position GRÜNE Politik in und für Frankfurt machen, und ich wünsche Euch dabei viel Erfolg und Energie für die bevorstehenden spannenden Aufgaben! Und bei allen Herausforderungen natürlich auch hoffentlich viel Freude bei der Arbeit.<br /><br />Verbinden möchte ich das mit einem Wort großer Anerkennung an Jutta Ebeling und Manuela Rottmann für Eure Verdienste um diese Stadt. Ihr habt als Stadträte Frankfurt GRÜNER gemacht und den Erfolg der guten Tradition der GRÜNEN, den Frauen mindestens die Hälfte der Macht zu geben, einmal mehr unter Beweis gestellt. Ihr habt die GRÜNE Sache entscheidend und erfolgreich vorangetrieben, hier in einem unserer Kernländer. Dafür ein herzliches Dankeschön!<br /><br />Dabei gilt Frankfurt von außen betrachtet erst einmal nicht gerade als grüne Stadt. Eher assoziiert man Bankentürme aus Stahlbeton und Glas, kalten Kapitalismus und abgehetzte Banker mit ihr. Frankfurt, neben London das wichtigste Finanzhandelszentrum Europas, steht auch für die ungezügelte Gier einiger Banker und Institute, für die ewige Sucht nach mehr, mehr Geld, mehr Macht, mehr Konsum. Das ständige Streben nach Optimierung und Steigerung, dieses ewige „Höher, Schneller, Weiter“, diese Prinzipien eines entfesselten Neoliberalismus, die uns in den letzten Jahren nicht nur im Finanzwesen, sondern auch in der Realwirtschaft, ja selbst im Bildungsbereich begleitet haben, sie sind an eine Grenze gekommen.<br /><br />Die Menschen merken das zunehmend, nicht nur die auch und gerade hier in Frankfurt engagierten Aktivisten der Occupy-Bewegung. Das ewige Mantra, nach dem uns nur Wachstum aus der Krise helfen kann, stößt immer seltener auf offene Ohren bei den Menschen, die – so belegen es Studien – zu zwei Dritteln in diesem Land keine automatische Verbesserung ihrer persönlichen Lage erwarten, nur weil die Wirtschaft wächst. Und sie haben recht, es gibt gute Gründe, von dieser Art der Wachstumsfixierung abzurücken.<br /><br />Da sind zum Beispiel die immensen Schäden an Umwelt und die Begrenztheit fossiler und natürlicher Ressourcen, nicht nur in unserem Land, sondern weltweit. Da sind aber auch die Spuren, die das Wachstumsmantra bei uns hinterlässt: Immer mehr leisten müssen, immer länger arbeiten, weil wir ja in globaler Konkurrenz stehen, und dabei kommen die Gewinne aufgrund der sich immer weiter öffnenden Einkommensschere bei vielen gar nicht mehr an. Psychische Krankheiten, die wir heute der Einfachheit halber Burn-Out nennen, nehmen beängstigend zu in dieser auf Wachstum gepolten Gesellschaft.<br /><br />Ein Tag, der zeigt, dass unsere Art zu Wirtschaften und zu Konsumieren in dieser Form keine Zukunft hat, ist der so genannte „Earth Overshoot Day“. Einige von Euch kennen diesen Berechnungs-Tag vermutlich bereits und wissen, was sich dahinter verbirgt. Der „Earth Overshoot Day“ ist ausdrücklich kein Feiertag. Er beschreibt den Tag, an dem wir die Ressourcen, die die Erde in einem Jahr produzieren kann, aufgebraucht haben. im letzten Jahr war der weltweite Earth Overshoot Day am 27. September. Vor gut zwanzig Jahren, im Jahr 1990 war er noch am 7. Dezember. Wir verbrauchen also unter globalen Gerechtigkeitsmaßstäben und nach dem Maßstab der Nachhaltigkeit deutlich mehr als wir dürfen, mehr, als uns zusteht. Wir verbrauchen 135 Prozent von dem, was an natürlichen Ressourcen generiert oder regeneriert werden kann. A propos global: Berechnet man den Tag für die einzelnen Länder, dann wäre der deutsche „Earth Overshoot Day“ bereits am 23. Mai gewesen, in den USA sogar schon am 1. April, in Afrika aber knapp fünf Monate später als bei uns<br /><br />Daraus ergibt sich ein moralisches Dilemma. Wir wollen unser Produzieren und Konsumieren, unser Wirtschaftssystem und unseren Lebensstil ja ungern grundsätzlich ändern, zumindest auf vieles liebgewonnene nicht verzichten. Wir wollen im Prinzip natürlich auch nicht, dass es anderen deshalb schlecht geht – sei es der Nachbar, seien es Menschen auf der anderen Seite der Weltkugel. Und wenn ich hier, wie so viele von uns GRÜNEN, den Fetisch Wirtschaftswachstum in Frage stelle, so ist das ist kein weltfremder Appell, in Askese zu leben und uns auf den Weg zurück in die Steinzeit zu begeben, wie uns gerne mal von neoliberaler Seite vorgeworfen wird. Ganz nebenbei: Das abstruses Beharren auf Steuersenkungen und Wachstum hat dessen institutionellen Flügel zu einer siechen Splitterpartei gemacht, und deren Protagonisten hätten eigentlich Grund genug, mal darüber nachzudenken, ob da nicht ein klitzekleiner Zusammenhang bestehen könnte…<br /><br />Es gibt genügend Wege, wie ein Weniger ohne Abstriche bei unserer Lebensqualität zu erreichen ist. Ein besonders drastisches Beispiel liefert der Umgang mit Lebensmitteln: In Deutschland werden pro Jahr geschätzte 15 Millionen Tonnen Lebensmittel weggeschmissen, nach anderen Angaben sind es sogar 20 Millionen Tonnen. Für Österreich hat das Institut für Abfallwirtschaft pro Haushalt und Jahr Lebensmittelabfälle von durchschnittlich 390 Euro ausgerechnet. Legt man ein ähnliches Konsumverhalten in Deutschland zugrunde, wären das Lebensmittel für 15 Milliarden Euro – und zwar ohne die von den Supermärkten entsorgten Nahrungsmittel! Das Essen, das wir allein in Europa wegwerfen, würde zweimal für alle Hungernden in der Welt reichen.<br /><br />Der Dokumentarfilm „Taste the Waste“, der letztes Jahr in die Kinos gekommen ist, thematisiert diesen globalen Skandal wie auch die weltweite „Containern-Bewegung“, die sich damit nicht abfinden will. Diese Leute, auch „Dumbster“ oder bei uns „Mülltaucher“ genannt, gehen vor allem bei Supermarktmüllcontainern auf die Suche nach noch essbaren Lebensmitteln. Sie tun dies häufig nicht aus Not, sondern aus ethischen Überzeugungen und Empörung über die Praxis des sinnlosen Wegewrfens. Warum sollen noch gute Lebensmittel auf dem Müll landen? Nur weil die Konserve eine Delle hat? Nur damit die Regale auch am Samstagabend kurz vor Ladenschluss noch mit knackigem Obst und Gemüse gefüllt sind, das am Montag niemand mehr haben will, oder die Bäckereien Abends noch eine volle Auslage haben? Muss das wirklich sein, ist das für unseren Lebensstil, für unsere Lebensqualität ausschlaggebend? Die Menschen von Containern-Bewegung sagen nein, und ich bin da bei ihnen.<br /><br />Allerdings bekommen viele von Ihnen in Deutschland Probleme, weil dieser Müll nach deutschem Gesetzt immer noch dem Supermarkt gehört, bis er abgeholt wird und dann in den Besitz des Entsorgungsunternehmen übergeht. Anzeigen wegen Diebstahls oder Hausfriedensbruchs sind keine Seltenheit. Dazu ist aktuell sogar eine Onlinepetition beim Bundestag eingegangen, in der gefordert wird, dass das Einsammeln von Lebensmittelabfällen zum Beispiel aus Supermarkt-Mülltonnen nicht mehr unter Strafe steht, also das „Containern“ legalisiert wird. Bis heute haben über 4200 Menschen die Petition unterzeichnet, deren Zeichnungsfrist noch bis Ende nächster Woche läuft. Und übrigens gibt es inzwischen auch Supermärkte, die sozusagen „mitmachen“, quasi in zivilem Ungehorsam. Die einen legen ausdrücklich die wirklich noch guten und intakten Lebensmittel in eine Extra-Tonne. Viele andere unterstützen schon seit Jahren die Tafelbewegung. <br /><br />Überhaupt scheint nun langsam etwas in Bewegung zu geraten. Unser GRÜNER Verbraucherschutzminister in NRW, Johannes Remmel, lädt bereits seit 2010 regelmäßig zu einem &quot;Runden Tisch&quot; mit Erzeugern, Händlern und Verbrauchern, und das Bundeslandwirtschaftsministerium erarbeitet nun, aufgeschreckt auch durch den Film, endlich eine Studie, die genauere Zahlen und Hintergründe, beispielsweise Art und Menge, aber eben auch, wo und wann die Lebensmittel in den Müll wandern. Auf die Vorstellung des Berichts im ersten Quartal diesen Jahres darf man gespannt sein. Es werden sicher keine schönen Zahlen sein.<br /><br />Es sind aber nicht nur die Supermärkte oder die Endverbraucher, die Lebensmittelmüll erzeugen: Weltweit gehen Schätzungen zufolge ein Drittel bis zur Hälfte der Lebensmittel bereits auf dem Weg von den Feldern und Äckern zu den städtischen Verbrauchern verloren, weil es an Lagerraum, durchgehenden Kühlketten oder angemessenen Verpackungen mangelt. Eine Behebung dieses Mangels würde nicht nur die Menge an Lebensmittelabfällen drastisch verringern, es wäre auch ein wichtiger Schritt zur Vermeidung von Treibhausgasen. Denn die Produktion wie auch die Entsorgung von Lebensmitteln setzt große Mengen CO2 und Methangase frei. Die Macher von „Taste the Waste“ haben recherchiert, dass, wenn wir in den Industrieländern die Lebensmittelverschwendung nur um die Hälfte reduzieren, dies auf das Weltklima denselben Effekt hätte, als ob wir auf jedes zweite Auto verzichten! Das ist nur eines von vielen Beispielen, wie ein „Weniger“ zu einem „Mehr“ wird, und zwar ohne herunterhängende Mundwinkel.<br />&nbsp;<br /><br />Liebe Freundinnen und Freunde,<br /><br />kehren wir zurück von der globalen Ebene und werden konkret: Was bedeutet das für eine Stadt wie Frankfurt, ein „anderes Wachstum“? Gerade die kommunale Ebene, auf der diese Fragen und Probleme den Menschen viel näher sind und zum Teil direkt berühren ist ein wichtiger Ansatzort, um ein anderes, nachhaltiges Wachstum umzusetzen. Dazu braucht man gar nicht so viel Phantasie, ich will einige Beispiele geben, die gerade von Euch Frankfurter GRÜNEN vorangetrieben und erfolgreich umgesetzt worden sind.<br /><br />So konnte im Koalitionsvertrag das Leitbild einer ökologischen und sozialen Stadt verankert werden: die Solarenergie wird erfolgreich gefördert, Grünflächen werden erweitert, und die städtische Fahrzeugflotte wird umweltverträglich umgerüstet. Wie notwendig das ist zeigt ein Blick auf Innenstaatsminister Boris Rhein: der ist mir persönlich zum ersten Mal im vergangenen Jahr aufgefallen, als ich in einer Pressemitteilung der Deutschen Umwelthilfe gelesen habe, dass sein Dienstwagen gemessen am CO2-Ausstoß der umweltschädlichste aller deutschen Minister auf Landes- und Bundesebene sei. Den benutze er aber gar nicht, habe ich dann weiterhin lesen können. Ist eine interessante Aussage, finde ich, Fahrrad fährt er ja auch nicht…<br /><br />Aber im Ernst, für den Klimaschutz alleine reichen die genannten Maßnahmen natürlich noch nicht aus, und dass Frankfurt heute ein ehrgeiziges und zukunftsweisendes Klimaschutzkonzept hat ist ebenfalls den GRÜNEN zu verdanken. So sind laut Berechnungen des Heidelberger ifeu-Instituts die CO2-Emissionen pro Einwohner seit 1995 um 2 Prozent gesunken und lagen noch bei 11,59 Tonnen. Bis 2030 ist eine Halbierung auf 6 Tonnen je Einwohner angestrebt, und ich bin mir sehr sicher, dass dieses Ziel zu erreichen ist, wenn die GRÜNEN weiterhin ein gewichtiges Wörtchen mitzureden haben, wie bisher schon: So hat sich ja auch das GRÜN geleitete Verkehrsdezernat um eine umweltverträglichere und CO2-ärmere Mobilität verdient gemacht und seinen Teil dazu beigetragen, eine Steigerung des Radverkehrs auf 15 und der Fahrgastzahlen im öffentlichen Nahverkehr um über 6,5 Prozent zu erreichen<br /><br />Ehrgeizig, aber auch machbar ist das Ziel, bis 2050 den gesamten Strombedarf Frankfurts aus Erneuerbaren Energien zu decken. Diese Stadt hat das Zeug zu einer „Transition town“. Und der Motor für die Veränderung waren stets die Frankfurter Grünen und ihr berühmter Realismus. Dieser Plan ist keine Träumerei aus dem Wolkenkuckucksheim, sondern eine Idee, von der die Stadt profitieren wird, auch ökonomisch. Das ist durchgerechnet, so sind wir GRÜNE!<br /><br />Wir sprechen hier nicht von einem alten Wirtschaftswachstum, sondern von einem Wachstum zukunftsfähiger Maßnahmen für Klimaschutz und Erneuerbare Energien, die das Leben der Menschen direkt verbessern wird – CO2 ist nicht nur für das Klima, sondern auch die Menschen schädlich! – und ganz nebenbei Arbeitsplätze schafft und Kosten spart.<br /><br />So gesehen sieht die Zukunft dieser Stadt eigentlich sehr positiv aus, wobei, wenn ich Omid Nouripuor ansehe, es gibt auch so manchen Wermutstropfen, der sich aber leider dem direkten Einflussbereich der Stadtpolitik entzieht. „Die Eintracht ist vom Pech begünstigt“, um es mit Charly Körbel zu sagen. Ich bin selber Fußballfan und kann mir vorstellen, wie es sich anfühlt, mit einem Traditionsverein in der zweiten Liga zu stecken. Dafür gibt es aber ja anderes, das zur Aufheiterung beiträgt: morgen, am 4. Februar, kommt der Musikantenstadl erstmals nach Frankfurt in die Jahrhunderthalle.<br /><br />Was bedeutet das nun für die Politik? Ich glaube, gerade wir Politikerinnen und Politikern müssen Fragen neu stellen, die uns immer auch Orientierung sein sollten: Was wollen wir? Wie viel wollen wir von was, und wie viel können wir eigentlich noch haben wollen? Was brauchen wir, was nicht, wovon haben wir bereits genug, wo mangelt es, wem nutzt es?<br /><br />Es besteht angesichts der aktuellen Situation der berechtigte Verdacht, die Intuition und das Wissen, dass eine Gesellschaft, die sich allein am Kriterium „Wachstum“ orientiert, eine Gesellschaft mit einem sehr engen Blickwinkel auf die Welt ist, und vor allem auf die Menschen, die in ihr leben. Denn andere Maßstäbe, wie zum Beispiel der Grundsatz der Nachhaltigkeit, aber auch Bildung oder soziale Beziehungen, Gesundheit oder Lebenszufriedenheit, geraten so aus dem Sichtfeld. Das ist das Dilemma, aus dem wir meiner Meinung nach nur herauskommen, wenn wir unseren Wachstumsbegriff verändern und mit etwas Neuem füllen. Nicht mit einem „immer mehr“, sondern mit einem „für alle besser“.<br /><br />An dieser Stelle möchte ich gerne auf unsere GRÜNEN Freundinnen und Freund in Schleswig-Holstein hinweisen. Die haben sich diesem Problem nämlich mal konkret angenommen und eine Studie erstellen lassen mit dem schönen Titel „Das Grüne BIP“. In dieser wird untersucht, inwiefern der Wachstumsbegriff, der auf dem klassischen Bruttoinlandsprodukt basiert, eigentlich aussagefähig ist. Das wenig überraschende Ergebnis: Nicht besonders, denn es geht nur von Wirtschaftsdaten aus, vernachlässigt aber andere Faktoren wie eine gesunde Umwelt, eine schöne Natur, Bildung und Kultur, ehrenamtliches Engagement, geringere Einkommensunterschiede, geringer Energieverbrauch oder der Anteil der Erneuerbaren Energiequellen. Grob gesagt, was außer Umsatz sonst noch so wichtig ist im Leben. Das Ergebnis: Zwischen 1999 bis 2008 stieg das klassische Bruttoinlandsprodukt um 7,4 Prozent im Bundesschnitt, in Schleswig-Holstein aber nur um 0,2 Prozent. Passt voll in das Klischee des armen, strukturschwachen Bundeslandes zwischen im Norden.<br /><br />Ein ganz anderes Bild ergibt sich nach dem GRÜNEN BIP: Dieses sank auf Bundesebene im Schnitt um 3,2 Prozent, während es in Schleswig-Holstein um 9,4 Prozent wuchs! Und es leben dort tatsächlich die glücklichsten Menschen in Deutschland, obwohl das Durchschnittseinkommen nicht besonders hoch ist im Vergleich. Wie kann das sein?<br /><br />Ich möchte das an einem etwas plastischen Beispiel darstellen: Ich kann mich abends mit einer Freundin bei Kerzenlicht und schöner Musik hinsetzen und gemeinsam einen guten Wein trinken. Ich kann mich mit ihr aber auch in der Kneipe mit jeder Menge Fusel besaufen, schrotte auf dem Rückweg mein Auto und wir beide liegen wochenlang im Krankenhaus. Preisfrage: Was ist für das klassische BIP besser? Natürlich Version Nummer zwei: Ich sorge für Umsatz in der Gastronomie, der Reparatur- oder sogar Automobilwirtschaft und selbstverständlich im Gesundheits- und Rehabilitationswesen. Ach ja, und der Anwalt muss auch noch bezahlt werden. Aber welcher Abend war wohl der schönere, der bessere?<br /><br />Wie gesagt, das ist etwas plakativ, aber darum geht es: Wir müssen unsere Wahrnehmung beim Thema Wachstum schärfen. Nicht alles, was Umsatz bringt, ist gutes Wachstum. Die Schleswig-Holsteiner haben beispielsweise die Kosten von Unwetterschäden aus dem GRÜNEN BIP heraus gerechnet. Wenn nach einem Sturm Dächer neu gedeckt werden müssen, ist das dann wirklich Wachstum? Große Umweltkatastrophen wie eine gesunkene Ölplattform oder Fukushima steigern durch die Folge- und Aufräumkosten das BIP, so absurd das klingt. Soll das Wachstum sein?<br /><br />Es bedarf neuer Antworten, Antworten, die die Menschen nicht verschrecken, sondern sie mitnehmen, weil sie ein besseres Leben bringen könnten als die rein ökonomisch-orientierte Wachstums- und Leistungsgesellschaft, die die Menschen und die Natur langsam, aber sicher auffrisst. Ich glaube, dass das eine unserer wichtigsten Aufgaben für die Zukunft ist, und gerade wir GRÜNEN sollten und werden uns um die bevorstehenden Interessenkonflikte und deren Ausgleich kümmern. Wir nehmen diese Herausforderung an!<br /><br />Lassen Sie mich zum Schluss noch einmal das Thema völlig wechseln und zu meinem Anfangsgedanken zurückkehren. Ich habe bereits eingangs erwähnt, welche wichtige Rolle gerade auch GRÜNE Frauen in der Frankfurter Politik bisher gespielt haben und dass es gute GRÜNE Tradition ist, Frauen mindestens die Hälfte der Macht anzuvertrauen. Und an Bewährtes anzuknüpfen, auch das ist GRÜNE Politik. Wer fordert, wie wir es tun, dass auch in Aufsichtsräten und Unternehmensspitzen die Hälfte der Macht den Frauen zukommen muss, der muss politisch mit gutem Beispiel vorangehen. Wir GRÜNE können das, die Frankfurterinnen und Frankfurter wissen das, andere eifern uns inzwischen nach, und die Folgen sind gerade hier positiv zu erkennen: Seit 1995 wird die Oberbürgermeisterin in Frankfurt direkt gewählt, seit 1995 steht eine Frau an der Spitze der Stadt. Man darf ohne Neid oder Untertöne sagen: Das hat der Stadt und ihrer politischen Kultur gut getan.<br /><br />Nichtsdestotrotz haben nun für die anstehende BürgermeisterInnenwahl bis auf uns GRÜNE alle großen Parteien ausschließlich Männer als Kandidaten diskutiert und nominiert. Gesucht wird aber eine Nachfolge für das Amt der Oberbürgermeisterin! Heißt: Wer auch in Zukunft eine Frankfurterin als Stadtoberhaupt möchte, muss am 11. März und bei der Stichwahl am 25. März Dich, liebe Rosemarie, wählen. Auch mit Dir als GRÜNER Oberbürgermeisterin werden sich die beispielsweise die Probleme und Konflikte um den Frankfurter Flughafen nicht in Luft auflösen – Winfried Kretschmann mit seinen Erfahrungen mit Stuttgart 21 kann Dir da ein Lied von Singen, und zwar im Schlaf! <br />Wichtig ist, dass Frankfurt nicht nur GRÜN bleibt, sondern noch GRÜNER wird, dafür werdet Ihr, werden wir alle gemeinsam kämpfen. Und ich bin mir sicher: 2012 wird Frankfurt nicht nur GRÜN, sondern auch HEILIG, und ich freue mich schon darauf, dann im Herbst mit der neuen Oberbürgermeisterin mal zu einem Erstliga-Heimspiel der Eintracht zu gehen – nur bitte nicht gegen Schalke!<br /><br />Vielen Dank!<br /><br />]]></content:encoded>
			<category>Aktuelles</category>
			<category>Reden</category>
			
			
			<pubDate>Mon, 06 Feb 2012 14:18:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Katrin Göring-Eckardt zu Gast bei „Liora“</title>
			<link>http://goering-eckardt.de/detail/nachricht/katrin-goering-eckardt-zu-gast-bei-liora.html</link>
			<description>&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;Bundestagsvizepräsidentin Katrin Göring-Eckardt hat am vergangenen Freitag, dem 3. Februar 2012, gemeinsam mit dem grünen Landratskandidaten Steffen Fuchs die Begegnungsstätte LIORA im Gothaer Augustinerkloster besucht. Die Begegnungsstätte gibt täglich etwa 40 bis 60 warme Mittagsmahlzeiten an sozialschwache Menschen in Gotha aus. Am Nachmittag werden zudem bis zu 20 Kinder und Jugendliche betreut und finden hier Zuspruch und Unterstützung. Katrin Göring-Eckardt und Steffen Fuchs informierten sich zudem über die geplante Obdachlosenzuflucht in Gotha. Bisher gibt es solch eine Einrichtung im Landkreis nicht. &lt;/p&gt;</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="MsoNormal">Bundestagsvizepräsidentin Katrin Göring-Eckardt hat am vergangenen Freitag, dem 3. Februar 2012, gemeinsam mit dem grünen Landratskandidaten Steffen Fuchs die Begegnungsstätte LIORA im Gothaer Augustinerkloster besucht. Die Begegnungsstätte gibt täglich etwa 40 bis 60 warme Mittagsmahlzeiten an sozialschwache Menschen in Gotha aus. Am Nachmittag werden zudem bis zu 20 Kinder und Jugendliche betreut und finden hier Zuspruch und Unterstützung. Katrin Göring-Eckardt und Steffen Fuchs informierten sich zudem über die geplante Obdachlosenzuflucht in Gotha. Bisher gibt es solch eine Einrichtung im Landkreis nicht. </p>]]></content:encoded>
			<category>Aktuelles</category>
			<category>Termine</category>
			<category>Bildung &amp; Soziales</category>
			
			
			<pubDate>Mon, 06 Feb 2012 11:35:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Evangelische Freiheit. Und die Frage nach dem Wachstum. </title>
			<link>http://goering-eckardt.de/detail/nachricht/evangelische-freiheit-und-die-frage-nach-dem-wachstum-1.html</link>
			<description>Impuls von Katrin Göring-Eckardt bei der Evangelischen Studentengemeinde in Leipzig am 02. Februar 2012</description>
			<content:encoded><![CDATA[--- Es gilt das gesprochene Wort. ---

Liebe Studentinnen, Liebe Studenten, 
sehr geehrte Damen und Herren, 
„Leipziger Freiheit“. Das ist der Slogan, den sich das Stadtmarketing für Leipzig ausgedacht hat. Freiheit, so wird hier geworben, sei die Seele der Stadt. Die Besucherinnen und Besucher werden eingeladen, die Errungenschaften der Freiheit und den damit verbundenen Geist überall in der Stadt zu entdecken und zu erspüren. Und ja, wer brächte Leipzig nicht in Verbindung mit Montagsdemos und „Wir sind das Volk“, mit dem Ruf nach Freiheit und dem Drängen zu Veränderung. 
Ich bin in diesem Land aufgewachsen, das sich selbst Diktatur nannte. Diktatur der Proletariats. Die Idee dieser Bezeichnung war, dass die, die die Mehrheit bilden in der Gesellschaft, auch das meiste zu sagen haben. Und nicht&nbsp; das Kapital oder der König. Man hatte nur nicht bedacht, dass das Proletariat gar nicht einheitlich war und dass nicht jeder wollte, was angeblich gut für ihn war. Und vor allem hatte man nicht bedacht, dass es immer auch die anderen gibt, anderes Lebende, anders Denkende. Vor allem die, die nicht aufgeben wollen, selbst zu denken. Deswegen funktioniert ja Diktatur immer nur mit Drohung, mit Repression, mit dem Erzeugen von Angst. Deswegen ist es übrigens eine besondere Erfahrung, frei sein zu können, in der Diktatur: zu wissen – ihr könnt alles tun, ihr könnt versuchen, mich überall einzuschränken, mich einzusperren. Am Ende ist da nur einer, dem ich untertan bin. Das ist der eine, der mich frei macht: Gott. 
Dieses Geschenk von Freiheit, diese existentielle Erfahrung, frei zu sein durchzieht die biblischen Geschichten, denn es ist das große Motiv der Geschichte der Menschen mit Gott. 
Sie alle kennen die Erzählung vom befreienden Auszug der Israeliten aus Ägypten. Die Plagen, das Passafest, der hastige Aufbruch und dann teilt sich das Rote Meer, die Israeliten gelangen trockenen Fußes ans andere Ufer, das ägyptischer Heer jedoch ertrinkt in den Fluten. Die große Militärmacht, die sich prunkvolle Paläste baute und als unbesiegbar galt, konnte es nicht verhindern, dass Israel sich aufmachte in ein eigenes Land. In eine eigene Zukunft. Sich aufmachte in die Freiheit. Die Geschichte Gottes mit seinem Volk beginnt mit der Freiheit. Und Gott zieht mit. Gott ist ein Gott, der mitzieht, der mitgeht. Der lebendig ist. Siehe, heißt es in den Psalmen, der Gott Israels schläft und schlummert nicht (Ps 121). 
Kein Auszug einer Volksgruppe aus der Knechtschaft eines anderen Volkes, hat jemals die Weltgeschichte so verändert wie der Auszug der kleinen Schar der Israeliten aus dem mächtigen Ägypten. Ein Haufen Fronarbeiter, in einfachen und größtenteils ärmlichen Verhältnissen. Als Lumpenproletariat würde mancher sie heute bezeichnen, oder vielleicht auch als ausländische Drückeberger, die auf Kosten des ägyptischen Staates leben. Doch diese kleine Schar von Menschen ruft Gott in die Freiheit. Dieses kleine Volk, ohne Ansehen und Macht: Gott hat es lieb und also befreit er es. 
Es klingt schon an, diese biblische Geschichte des Auszugs von Gottes Volk in die Freiheit, sie ist nicht singulär geblieben. Sie hat sich wiederholt, kleiner, unbedeutender, mit weniger Wunder, an vielen Orten in der Geschichte. Aber eben mit eben diesem Gefühl, dass es möglich ist, frei zu sein. 
Und dann? Auch das lehrt uns die Geschichte des Exodus. Israel zog durch die Wüste. Guter Grund hätte zur Dankbarkeit bestanden. Sie waren gerade aus Ägypten ausgezogen, befreit! Nichts mehr hatten sie sich gewünscht, als frei zu sein. Fron und Knechtschaft hatten sie hinter sich gelassen. Vor ihnen lag: ein verheißenes Land, das Land in dem Milch und Honig fließen. Doch Israel murrt, es beschwert sich, kaum sechs Wochen unterwegs. „Wollte Gott, wir wären in Ägypten gestorben durch des HERRN Hand, als wir bei den Fleischtöpfen saßen und hatten Brot in Fülle zu essen.“ (Ex 16,3) So schnell kann es gehen. So schnell ist vergessen. Und verklärt. Denn Zugriff auf die Fleischtöpfe werden sie als Sklaven in Ägypten eher selten gehabt haben.
Wir sind im Jahr dreiundzwanzig nach der friedlichen Revolution. Die Mauer, die Grenzen wurden überwunden. Dann kam der, zugegeben, schwierigere Teil. Die Menschen, die auf der Mauer getanzt haben, wurden später arbeitslos oder gingen weg. Die, die die Trabbis auf der anderen Seite mit Kuchen und Sekt begrüßten, ärgern sich über den Solidaritätszuschlag. Aber es bleibt die Freiheit. Und dass es friedlich ist.
Trotzdem hört man nicht erst seit kurzen immer wieder: „So schlimm war es ja gar nicht. Und es war ja nicht alles schlecht“. Natürlich war in der DDR nicht alles schlecht. Wir haben ein Leben gelebt, dass sich immer wieder normal anfühlte, nicht nur im Persönlichen. Aber alles und jedes konnte sofort aufhören, wenn es nicht systemkonform war oder schien, wenn eine Person in Ungnade fiel. Diese Gesellschaft war vom Kindergarten bis zum Alter ideologisch durchherrscht. Es ist zynisch, daraus im Rückblick eine kleine Idylle zu machen. Die DDR war das Land, in der man wegen einer abweichenden Meinung von der Hochschule flog, in der jemandem damit gedroht werden konnte, die Kinder wegzunehmen, wenn er nicht mit der Stasi kooperierte und an deren Mauer geschossen wurde. 
Zurück zu den Israeliten, auch wenn ich es mit der Parallele nicht übertreiben will. Das Streben derer, die damals riefen: „Wir sind das Volk“ ist etwas anderes als der Auszug aus Ägypten. Schon weil wir ahnten, dass im verheißenen Land nicht Milch und Honig fließen würde. Aber wir kennen dieses Sehnen nach dem, was gerade nicht da ist. Und all zu oft übersehen wir dabei die Schätze direkt vor unseren Füßen und die Fülle, die uns längst umgibt. Und nehmen das Geschenk, frei zu sein, allzu selbstverständlich hin. 
Einer, der mit allem, was ihn ausmachte, um diese Freiheit rang, war Martin Luther. Dieser Martin Luther war ein guter Menschen und ein guter Mönch , was ja beileibe nicht immer dasselbe ist. Aber Martin Luther hatte Angst. Angst vor Gott. Aber warum? 
Zum Glück schreibt Luther darüber selbst, zwar erst einige Jahre später, aber dafür viel interessanter und ehrlicher als so manche Biographien, die wir heute zu lesen bekommen. &quot;Ich konnte&quot;, schreibt er, &quot;ich konnte den gerechten, die Sünder strafenden Gott nicht lieben. Im Gegenteil, ich hasste ihn sogar. Wenn ich auch als Mönch untadelig lebte, fühlte ich mich vor Gott doch als Sünder und mein Gewissen quälte mich sehr. Ich wagte nicht zu hoffen, dass ich Gott durch meine Genugtuung versöhnen könnte. Und wenn ich mich auch nicht in Lästerung gegen Gott empörte, so murrte ich doch heimlich gewaltig gegen ihn…&quot; (Vorrede zu Band 1 der lateinischen Schriften 1545). Luther litt. Unendliche Qualen. Die kirchliche Ansage aus Rom war klar. Gott ist gerecht. Begehst du eine Sünde, wird dich Gott strafen. Auch das ist gerecht. Das höchste Gebot nun aber, das Jesus gelehrt hatte, lautet: du sollst Gott über alles lieben. Wie aber soll man jemanden lieben, der einen, sobald man es nicht tut, unendliche Qualen und Höllenstrafen androht? Das ist, nebenbei, auch das Problem aller gewalttätiger Herrscher, die geliebt werden wollen. Luther hatte Angst und fürchtete sich schrecklich und hasste dieses Wort von der Gerechtigkeit Gottes. 
Luther ringt mit dem biblischen Text. Doch dann fängt er an zu verstehen, langsam geht es ihm auf: die Gerechtigkeit Gottes, von der Paulus in seinen Briefen spricht, das ist nicht die Gerechtigkeit, mit der Gott uns straft, sondern mit der er uns, obwohl wir Sünder sind, durch Jesus Christus gerecht spricht. Nichts ist dafür notwendig, einzig allein der Glaube. Gott ist gerecht, weil er gerecht macht. Keine Höllenstrafe, kein Fegefeuer, kein zorniger Gott – was für ein Gedanke! Plötzlich war die Angst verschwunden, die Furcht. Die Freiheitserfahrung, die das Volk Israel mit seinem Auszug aus Ägypten erlebte, die erlebte Martin Luther in seinem Inneren. Und wir können uns vielleicht gar nicht genug vorstellen, wie es ihm dabei ging: &quot;Da&quot;, schreibt er, &quot;fühlte ich mich ganz und gar neugeboren, und durch offene Tore trat ich in das Paradies selbst ein&quot;. 
Es muss ein gewaltiges Gefühl gewesen sein, ein Staunen darüber, dass Gott da ist, dass er es gut meint mit mir, dass er mich sieht und mir so ein unzerstörbares Ansehen gibt. Und Sie kennen es: Wenn einem jemand zum ersten Mal sagt: ich liebe dich und wir es dann auch noch genauso fühlen... Plötzlich ist alles anders. Die Sonne scheint wärmer, die Blumen sind schöner, der Lärm stört nicht und selbst der nervende Grieskram von nebenan ist gar nicht mehr so schlimm. Da ist einer, der mich liebt, so wie ich bin. Der liebt mich einfach so. 
Luthers reformatorische Entdeckung hat die Welt verändert. Luther hat zum ersten Mal in diesem Paulustext Gottes Liebeserklärung an den Menschen gehört. Gott, der ihn einfach so annimmt, wie er ist. Und diesen Gott, den er nicht zu fürchten braucht, den kann er lieben. Und so können wir uns vielleicht einen Martin Luther vorstellen, der verliebt durch die Straßen Wittenbergs hüpft und einen Freund nach dem anderen mit seiner Erkenntnis ansteckt, und wie manche ihn für völlig bekloppt halten. So geht es Verliebten ja nun einmal… 
Mehr und mehr Menschen hören die befreiende Botschaft. Eine Bewegung entsteht und die Reformation beginnt. &nbsp;Plötzlich fegte ein frischer Wind oder genauer: Gottes Geist durch das alte Kirchengemäuer. Wie ein Kartenhaus fiel das bisherige Lehrgebäude der mittelalterlichen Kirche mit Papst und Ablass in sich zusammen. Alle alte Theologie wurde geprüft und neu durchdacht. Auch das ist Freiheit, nachzufragen, warum etwas so ist, wie es ist. Und die Begründung, &quot;das haben wir schon immer so gemacht&quot; – die zählt nicht mehr. 
Anrede, 
Eigentlich sind es vier große Prinzipien, die den evangelischen Glauben prägen. Alle haben viel Freiheit in sich. Exemplarisch sei hier eines genannt. Sola fide – allein durch Glauben. Nicht wir entscheiden uns für Gott, sondern wir erkennen, dass er sich für uns entschieden hat. Es gibt keine Vorbedingung und keine Haken im Kleingedruckten. Wir brauchen Gott nur Recht geben, dass er uns als Sünder liebt und gerecht macht. Das ist der Glaube. Und &quot;wer glaubt und getauft wird, wird gerettet werden&quot; heißt es im Markusevangelium (Mk 16,16). Wir können uns unseres Heils ganz gewiss sein. Im Leben und im Sterben. So, wie Paulus schreibt: Denn ich bin gewiss, dass weder Tod noch Leben, weder Engel noch Mächte noch Gewalten, weder gegenwärtiges noch Zukünftiges, weder Hohes noch Tiefes noch eine andere Kreatur und scheiden kann von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist (Röm 8,38f.). 
Das macht frei – ungeheuer frei. Frei von der Angst vorm Leben und vorm Sterben, denn immer sind wir umgeben von Gottes Liebe. Was für ein Versprechen, was für eine Freiheit! Nun, auch ich will gar nicht so tun, als hätte nicht auch Angst und Furcht. Natürlich kennt das jeder von uns. Aber wir haben dieses Versprechen: ein angstfreies Leben und Sterben ist möglich. Und jeden Tag wieder können wir es stückchenweise mehr einüben. Jeden Tag auf Neue ein Stück weiter in unsere Taufe &quot;hineinkriechen&quot;, wie Luther es sagt. 
Diese Freiheit von der Angst hat Konsequenzen. Insbesondere für jene, die die Angst als Mittel ihrer Herrschaft nutzen und versuchen, sich mit Gefängnis- oder Todesandrohung die Menschen gefügig zu machen. Sie müssen damit rechnen, dass es Christinnen und Christen gibt, die sich davon nicht einschüchtern lassen. Dass der ein oder andere ihnen in ihrem grausamen Spiel in die Speichen greift. Einer, der dies tat, und mit seinem Leben bezahlte, war Dietrich Bonhoeffer. Er wurde von den Nazis im KZ Flossenbürg ermordet. An seinem Leben zeigt sich eindrucksvoll, wie widerständig diese Freiheit aus dem Glauben sein kann. &quot;Das ist das Ende – für mich der Beginn des Lebens&quot;, sagte Dietrich Bonhoeffer kurz vor seinem Tod. &nbsp;Nun ist, Gott sei Dank, das Land, in dem wir leben ein demokratischer Rechtsstaat geworden, der uns keine Entscheidung auf Leben und Tod abzwingt. Im Gegenteil, er fordert uns sogar auf, sich einzumischen und mitzumachen. 
Und da wird sie ganz greifbar, die evangelische Freiheit. Die Evangelischen sind frei, weil sie dem Evangelium von Gottes Gnade durch Jesus Christus trauen. In seiner großen Freiheitsschrift beschreibt Luther die Freiheit eines Christenmenschen bekanntermaßen so: &quot;Ein Christenmensch ist ein freier Herr über alle Dinge und niemand untertan&quot;. In seinem Verhältnis zu den Menschen wird der rechtfertigende Gott zum befreienden Gott. In ihrem Verhältnis zu Gott werden die gerechtfertigten Menschen zu freien Menschen. Also, &quot;alles Freiheit, oder was&quot;? 
Nun, wenn es denn so einfach wäre, denn da gibt es ja noch etwas, was diese ganze Freiheit gewaltig stört. Denn, zum Glück, sind wir ja nicht allein auf der Welt, auch, wenn das neoliberale Weltbild so tut.&nbsp; So, als ob wir alle freie Atome sind, die ohne Bindung an andere frei im Raum schweben. Oder Inseln. So wie z.B. Will Freeman, der Held in Nick Hornbys Roman &quot;About a boy&quot;. Vielleicht haben Sie ja auch den Film gesehen. Finanziell durch eine Erbschaft gut ausgestattet, ist er der coole freie Yuppie. Schicke Klamotten, angesagte Musik, tolle Autos, attraktive Frauen. Als dieser im Fernsehen den Spruch &quot;Niemand ist eine Insel“ hört, protestiert er: &quot;Doch, ich! Ich bin eine Insel. Ich bin Ibiza.&quot; 
Und sicher würde ihm der Satz von Luther auch gut gefallen. Folgte diesem nicht gleich auch ein zweiter. Dieser aber, wird gern häufig unterschlagen und Sie werden gleich merken, warum. Denn zusammen lauten die Sätze so: &quot;Ein Christenmensch ist ein freier Herr über alle Dinge und niemand untertan. Ein Christenmensch ist ein dienstbarer Knecht aller Dinge und jedermann untertan.&quot; Frei ist der Mensch vor Gott. Ein dienstbarer Knecht aber für seinen Nächsten, in der Liebe. Denn zu Jesu höchstem Gebot gehört ja auch noch, dass wir unseren Nächsten lieben sollen, wie uns selbst. 
Das nun aber hört sich im ersten Augenblick gar nicht mehr so frei an. Aber auch das ist ein wichtiger Teil der Freiheit, nur andersherum. Lassen Sie es uns so denken: Wir sind eben nicht allein auf der Welt und unser Menschsein vollzieht sich in Beziehungen. Wir mögen ja als Menschen alles Mögliche sein, aber wir sind jedenfalls keine Inseln! Und ich sage: zum Glück. Wie wäre es denn, wäre jeder von uns völlig allein? So wie Robinson Crusoe auf seine Insel. Wären wir denn dann frei? Wann ist man frei? Wenn man sich jeden Tag selbst sein Essen einsammeln und Kochen muss, oder wenn es da auch noch jemanden gibt, an dessen Kühlschrank ich ungefragt gehen darf? 
Der liebevolle Umgang miteinander macht uns Menschen frei. Wenn ich weiß, ich muss nicht allein für mich sorgen. Freiheit ohne andere macht einsam und unglücklich. Denn da gibt es die anderen, die mir im Fall der Not helfen. Sicher, nicht jedem scheint diese Erkenntnis zu Eigen zu sein. Da gibt es oftmals Menschen, die offenbar lieber Hilfsbedürftige beschimpfen, als ihnen zu helfen. Sie mögen das aus mancherlei Gründen tun, aber, auch wenn sie so klingen, im Namen der Freiheit tun sie dies gerade nicht. 
Anrede,
frei zu sein heißt also auch, für die Freiheit anderer Sorge zu tragen. In Freiheit leben heißt auch, Verantwortung zu übernehmen und so zu handeln, dass alle in Freiheit und ohne Angst leben können. An einem Beispiel möchte ich das zum Schluss deutlich machen, der Frage nach dem Wachstum. 
Dass wir Wachstum brauchen, und davon möglichst immer mehr und noch mehr, gilt ja als gegebene Wahrheit, die nicht zu hinterfragen ist. Und wer den Wachstumsimperativ doch in Frage stellt, gilt als verrückt, als jemand, der offenbar am liebsten schnell in die Steinzeit zurück will. Doch wer ist wirklich verrückt? Ist die Wachstumslogik wirklich so rational, wie ihre Fürsprecher gerne behaupten? Wenn Wachstum das alleinige Kriterium für ein gelingendes Leben wäre, dann müsste man sich darüber freuen, wenn jemand sich in der Kneipe betrinkt und dann sein Auto zu Schrott fährt. Reparatur oder Neukauf bringen schließlich die Wirtschaft in Schwung. Anders und weniger zynisch gesagt: Der Maßstab des Wirtschaftswachstums anhand des Bruttoinlandsproduktes sagt absolut gar nichts darüber aus, wie lebenswert eine Gesellschaft wirklich ist. Wie solidarisch sie ist. Was für Kulturgüter sie hervorbringt. Wie in ihr miteinander umgegangen wird. Und, im Gegenteil: Wachstum kann gefährlich sein. Das einzige, was in der Natur immer mehr und immer schneller wächst, ist die Krebszelle, die am Ende alles Lebendige zerstört. 
Der renommierte Sozialpsychologe Harald Welzer hat zu Recht darauf hingewiesen, dass die gesellschaftlichen Fortschritte der letzten Jahrzehnte auf Bildung, Gesundheit und Kommunikation zurückgehen und eben nicht auf Wachstum. Und viele Umfragen bestätigen: Ab einem bestimmten Niveau hat die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit eines Landes nur noch einen sehr geringen Einfluss auf die Lebenszufriedenheit der Bevölkerung. 
Trotzdem erklingt das Mantra „Wachstum, Wachstum, Wachstum“ nach wie vor gebetsmühlenartig. Man hat fast den Eindruck, als handele es sich um einen messianisch aufgeladenen Götzen. Oder – um noch einmal zu den Israeliten zurückzugehen: Wie der Tanz des Volkes um das Goldene Kalb in der Wüste. Zum Glück gibt es immer mehr Menschen, die diesen Tanz um das Wachstums-Kalb kritisch hinterfragen. Denn Wachstumskritik ist alles andere als retro. In der politischen Debatte läuft dieser Prozess des Neu- und Umdenkens unter unterschiedlichen Labels. Manche nennen es akademisch „Suffizienz“, andere sprechen von qualitativem oder selektivem Wachstum. Wieder andere von einer ‚Ökonomie des Genug‘ oder in Anlehnung an Aristoteles vom ‚Guten Leben‘. Bei all dem geht es aber mal mehr oder weniger, mal mit dieser und mal mit jener besonderen Akzentsetzung um eine Kultur des Weniger. 
Und das Schöne ist: Die gelebte Wachstumsskepsis ist erfreulich ideologiefrei. Die Kultur des Weniger hat vielmehr viel mit dem zu tun, über was ich hier reden durfte – mit der Freiheit! Ob es das Milieu der sogenannten LOHAS (Lifestyle of Health and Sustainability) ist, die Aktivisten von „Degrowth“ oder „slow food“ oder einfach die jungen Leute, die bewusst und ökologisch einkaufen und vielleicht auf das eigene Auto verzichten: Sie alle stehen für einen kulturellen Wandel, in dem sich individuelle Werte wie Nachhaltigkeit und die Lust am Genuss mit dem zentralen Wert der Freiheit verbinden. Denn die neuen Wachstumskritiker sind keineswegs wandelnde Spaßbremsen, die uns bei trocken Brot und Bionade im groben Jutesack am spartanischen Bio-Holztisch sitzen haben wollen. Der Wandel der Lebensstile kommt ohne Verzichtsappelle aus. Statt Askese sind die neuen Lebensstile ein Versprechen auf mehr Freiheit. Es handelt sich um Emanzipation im besten und aktuellsten Sinne: Emanzipation von der Behauptung, dass uns einzig und allein „mehr Wachstum“ glücklich machen könne. Und dass darin der Sinn des Lebens bestehen würde. Der Sinn des Lebens besteht aber in einer Hinwendung zu meinem Nächsten – ihn und sie zu lieben wie mich selbst auch. 
Sie sehen: Freiheit ist eine ganz wichtige und zentrale Idee, wenn es darum geht, Antworten auf aktuelle Fragen und Fragen der Zukunft zu finden. Als getauftes Kind Gottes, in christlicher Verantwortung und Freiheit, das an nichts gebunden ist außer an Gott selbst – die Liebe zu ihm und zum Nächsten. Denn wir sind frei. Frei, Dinge zu tun oder sie zu lassen. Frei, Steine weg zu werfen oder sie einzusammeln, frei zu pflanzen oder auszureißen, was gepflanzt ist (Prediger 3). Unsere Welt braucht Christinnen und Christen, die ehrlich und nüchtern sagen, was dran ist - auch auf das Risiko hin, dass sie sich irren. Der prophetische Gestus ist immer auch ein gefährdeter Gestus, aber ohne ihn ist die Welt um eine wichtige Stimme gebracht. 
Darum liebe ich auch die evangelische Kirche und fühle mich in ihr beheimatet… wegen der Freiheit. Der Freiheit im Glauben und der Freiheit der Kirche. Ich glaube, im Kern ist unser Glaube ein wunderschöner Segen Gottes. Er gehört zu den grundlegendsten, schönsten und wichtigsten Dingen, die ich in meinem Leben kennen gelernt habe: Welch ein Reichtum, welch ein Staunen über Gottes Gegenwart, welch eine Weite, die sich dem Herzen öffnet und den Geist frei macht. Welch eine Freiheit! 
Und es gibt so etwas wie eine Schönheit des Glaubens, einen Glanz, ein Licht, das uns zu aufrechten, fröhlichen, liebensfähigen und liebenswürdigen Menschen macht. Das liebe ich. Und unsere evangelische Kirche ist keine starre Ordnung, ein für alle Mal gesetzt, die selbst keine Freiheit zuließe. Sie ist eine Kirche im Wandel, eine Kirche, die schon immer in Bewegung ist. Und zu einer Kirche in Bewegung, dazu gehören Menschen, die lachend, aufrecht, selbstbewusst und dankbar von Gottes Güte reden und keine Angst haben vor dem, was kommt. Denn Gott ruft uns in die Freiheit, lässt uns aufbrechen in die Zukunft und kommt uns selbst dabei entgegen. Was für ein Glauben könnte denn für Freiheitsliebende schöner sein? 


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			<pubDate>Thu, 02 Feb 2012 00:00:00 +0100</pubDate>
			
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