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Finstere Aussichten für die Solarbranche
Nachdem der Atomlobbyist Gerald Hennenhöfer als kleines Weihnachtsgeschenk an die großen Energiekonzerne zum neuen Chef der Abteilung "Reaktorsicherheit" im Bundesumweltministerium berufen wurde, plant Umweltminister Röttgen jetzt schon für das Osterfest. Der deutschen Solarbranche legt er dabei ein faules Ei ins Nest: Bereits zum Jahresbeginn wurde die Vergütung um 9 bis 11 Prozent gekürzt. Zum 1. April 2010 soll eine weitere Kürzung um 15 Prozent bei Dachanlagen und zum 1. Juli 2010 um bis zu 25 Prozent bei Freiflächenanlagen greifen. Und Anfang 2011 soll erneut gekürzt werden.
Ein Riesenfehler, denn die Solarenergie ist eine Erfolgsgeschichte – wirtschaftlich und ökologisch. 60.000 Arbeitsplätze sind in Solarfabriken, im Handwerk und in Planungsbüros entstanden. Drei Viertel aller in Deutschland produzierten Solarmodule werden in den neuen Bundesländern hergestellt. Auch in meinem Heimatland Thüringen haben sich zukunftsfähige Wirtschaftsregionen entwickelt. Das alles setzt die Bundesregierung jetzt aufs Spiel, statt die Erfolgsgeschichte weiterzuschreiben. Vollmundige Interviews des Umweltministers zum Festhalten am Atomausstieg sind das Eine – die Alternativen in Form von zum Beispiel Solarenergie zu fördern sind der Realitätstest für solche Versprechen!