Katrin Goering-Eckardt MdB

Springe direkt zu: ContentbereichHauptnavigationSuche


Logo der BundestagsfraktionIdeen statt Parolen

ServiceNavigation


Suche


Hauptnavigation


Sie sind hier:

 
  1. Startseite
  2. Themen 
  3.  Artikel

22. Juni 2010

Wege und Möglichkeiten der Kulturfinanzierung

Schwarzburg 1

Katrin Göring-Eckardt moderiert "Kulturpolitischen Salon – Wege und Möglichkeiten der Kulturfinanzierung" auf Schloss Schwarzburg

Am 22.06.2010 moderierte Bundestagsvizepräsidentin Katrin Göring-Eckardt die Diskussionsrunde zur weiteren Sanierung des Schwarzburger Schlosses sowie des Zeughauses, aber auch allgemeinen Möglichkeiten und Wegen der Finanzierung und Rolle von Kultur, auch in Krisenzeiten. Hierzu geladen waren Gäste aus allen Bereichen sowie die Podiumsteilnehmer Prof. Dr. Paulus (Direktor der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten), Kristine Glatzel (Förderverein Schloss Schwarzburg), Steffen Mensching (Intendant Theater Rudolstadt), Rüdiger Kleppe (Verwaltungsgemeinschaft Mittleres Schwarzatal) sowie Burkhardt Kolbmüller (SALVE consult Weimar).

Das in finanziellen Krisenzeiten vor allem kulturelle Bereiche als haushaltspolitischer Kürzungsfaktoren gelten, wurde allerseits kritisch betrachtet. Die geschichtsträchtige Schwarzburg kann in diesem Zusammenhang fast als Krisengewinner bezeichnet werden, profitierte sie doch von 600.000 Euro an Mitteln aus dem Konjunkturpaket II.  Diese Investitionen sind auch nötig und wichtig, stellen aber dennoch nur einen ersten Anfang dar. Schloss Schwarzburg repräsentiert eindrucksvoll die wechselhaften Momente der deutschen Geschichte und gilt daher als Ort der Kultur von nationalem Interesse. Das bis 2012 herzurichtende Zeughaus und seine historische Waffensammlung sind deutschlandweit einzigartig und nicht zuletzt hier unterzeichnete Friedrich Ebert am 11. August 1919 die erste deutsche demokratische Verfassung. Bis zum 100-jährigen Jubiläum 2019 bleibt noch viel zu tun und weiterer Finanzierungsbedarf bestehen. Orte und Veranstaltungen der Kultur als Lebensqualität, Vermittler von Identität und Heimat, aber auch als Wirtschaftsfaktor werden in den kommenden Jahren auch unter Beachtung der demografischen Entwicklungen an Bedeutung gewinnen müssen, bieten jene doch soziale wie wirtschaftliche Potentiale, die es zu fördern und langfristig zu sichern gilt. Dazu ist aber endlich eine ressortübergreifende Betrachtung und Bewertung von Kultur nötig.  Auch die Schwarzburg kann diese Potentiale für die gesamte Region ausschöpfen. Dieses Ziel zu erreichen wird jedoch nur über gemeinschaftliches Engagement aller beteiligten Kreise möglich sein, darüber waren sich alle Diskussionsteilnehmer und Gäste einig. Besonders hervorzuheben ist daher nicht zuletzt auch der unermüdliche Einsatz der ehrenamtlichen Vereinsmitglieder des Fördervereins zum Erhalt der Schwarzburg, die unter Einsatz personeller wie finanzieller Mittel für den Erhalt und Wiederaufbau des Schlosses und des Zeughauses eintreten.

Zusätzliche Information