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An diesem Dienstag konstituierte sich der 17. Deutsche Bundestag. Mit der Konstituierung endet die Wahlperiode des bisherigen Bundestages. Vor der ersten Sitzung des neuen Bundestages fand ein ökumenischer Gottesdienst in der St. Hedwigs Kathedrale statt. Zuerst wurde der Präsident, Norbert Lammert von der CDU, gewählt. Dann wurden die Geschäftsordnungen und Richtlinien beschlossen. Bei der anschließenden Wahl der StellvertreterInnen des Präsidenten wurde ich für Bündnis 90/Die Grünen wieder gewählt. Ich bedanke mich bei allen, die mich gewählt haben, und freue mich schon sehr auf diese Aufgabe. Ich möchte sie wie bisher für politische Initiativen – etwa für mehr Umweltschutz im Bundestag – nutzen.
Zeitgleich tagt diese Woche in Ulm das "Kirchenparlament", die Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Auf dem Programm steht unter anderem eine wichtige Personalentscheidung. Die 126 Synodalen werden einen neuen Rat der EKD wählen und damit verbunden dann auch einen oder eine neue Vorsitzende dieses Rates, denn die Amtszeit von Wolfgang Huber läuft aus. Schwerpunktthemen der Zusammenkunft sind Ehrenamt und gesellschaftliches Engagement – unter dem Motto: "Evangelisch. Engagiert." Christinnen und Christen sind davon überzeugt, dass Gott jedem Menschen Talente und Gaben schenkt und ihn auffordert, sie zum Wohle anderer und der Gemeinschaft einzusetzen. Viele Christinnen und Christen engagieren sich in der Kirche, aber eben auch darüber hinaus in Kindergärten, Universitäten, Pflegeheimen, Krankenhäusern oder im Gefängnis. Und eben in der Politik. Mir ist besonders wichtig, dass Ehrenamtlichen auch wirklich Verantwortung übertragen wird.
Neben diesen Thema werden auf der Synode immer auch aktuelle gesellschaftliche Fragen diskutiert. Natürlich liegt mir das Thema Umweltschutz sehr am Herzen und ich hoffe, dass von der Synode auch dazu ganz konkrete Anstöße ausgehen. Die evangelische Kirche und die Diakonie haben zum Beispiel eine sehr große "Einkaufsmacht". Wenn wir für die Küchen in unseren Pflegeheimen und Bildungshäusern und auch für den Kaffeeklatsch in der Kirchgemeinde konsequent biologische und fair gehandelte Produkte kaufen würden, der Strom ohne Atomkraft hergestellt und der Weg zum Gottesdienst zehn Minuten zu Fuß und nicht drei mit dem Auto zurück gelegt würde, dann könnten wir eine kleine Revolution für mehr Gerechtigkeit und Klimaschutz anzetteln.