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In der vergangenen Woche hat es Dresden mit einem ganz wohlwollenden Portrait in die ZEIT geschafft. Weil es "Dresden immer wieder gelingt, in unser aller Köpfen ein Traumbild von sich selbst zu erzeugen".
Der Kirchentag kommt in eine großartige Stadt. Das ist klar. Vielleicht weiß noch nicht jede Dresdnerin und jeder Dresdner, dass es auch eine großartige Sache ist, die da zu ihr, zu ihm kommt. Es sind ja noch fast zwei Jahre Zeit, dafür zu sorgen. Mit der Geschäftsstelle als Botschaft, durch euch in der Geschäftsstelle als Botschafterinnen und Boten.
Ich vertraue auf die sprichwörtliche Gastfreundschaft der Sachsen. Dass sie willkommen heißen, die da zu Tausenden die Stadt bevölkern werden. Mit Rucksack, Kirchentagsschal, bequemen Schuhwerk und immer auf der Suche nach dem freien Papphocker. Ich vertraue auf die Gemütlichkeit und das große Herz, es einfach so sein zu lassen, wie es geschieht. Ohne dabei gleichgültig zu sein.
Denn ich wünsche mir, dass alle kommen – und sei es nur mal so zum kucken, um dann, vielleicht, zu bleiben. Die, die mit Konzertanrecht in die Semperoper gehen, und die, die eigentlich wegen der Fußball-WM da sind. Die, die in der Frauenkirche beten und die, die selten eine Kirche von innen sehen. Die, die am 13. Februar gegen die Nazis demonstrieren, und die, die sich fragen, wofür sie noch auf die Straße gehen sollen. Die, die den kurzen Weg aus dem Erzgebirge haben und die, die den weiten Weg aus der Ukraine kommen. Die, für die Kirche nah ist, für die sie fern ist und auch die, für die sei ganz fern ist.
Dazu muss Kirchentag gut sein. Spannend. Klug. Ansteckend. Gläubig. Begeisternd. Kritisch. Heimatlich. Offen nicht zuletzt. Das ist unser Anspruch, dazu der lange, intensive Prozess des Planens, Vor-denkens, Vor-bereitens. Am Ende wird der Kirchentag in Dresden ganz wesentlich auch eurer Arbeit, eurem Enthusiasmus, eurer guten Ideen und eurem Durchhaltevermögen zu verdanken sein.
Dazu startet ihr heute offiziell. Und ihr startet schon mal durch, parallel zu aller Vorbereitung auf München, auf den Ökumenischen Kirchentag im nächsten Jahr, die jetzt viel Kraft braucht. Gut, dass ihr da seid. Gut, dass es jetzt losgeht.
Ich bin ja seit einiger Zeit öfter auch im Kirchenamt. Mitunter werde ich darauf angesprochen. Es gibt viel gemeinsames zwischen EKD und Kirchentag und einige kleinere Unterschiede. Einer davon ist, dass Dresden im Kirchenamt außer Betrieb ist. Der Saal wird gerade umgebaut. Beim Kirchentag ist Dresden natürlich: in Betrieb.