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Es ist schon richtig: der 3. Oktober als Tag der deutschen Einheit ist ein Grund zum Feiern. Doch mehr noch als dieses 19jährige Jubiläum steht diese Woche für die Erinnerung an das, was vor genau 20 Jahren in der DDR geschah. Viele haben die Bilder noch vor Augen, andere, mittlerweile Erwachsene, kennen sie bestenfalls vom Hörensagen. Pompös ging die DDR zugrunde, fast größenwahnsinnig waren die Militärparaden und vermeintlichen "Feierlichkeiten" zum 40. Jahrestag der DDR am 7.Oktober 1989. Den meisten Menschen war da schon nicht mehr nach feiern zumute, vier Tage zuvor flüchteten viele aus der Prager Botschaft mit Sonderzügen in den Westen und vor dem Palast der Republik wurden Reformforderungen ein letztes Mal erbarmungslos niedergeknüppelt. In Plauen findet ausgerechnet am "Republikgeburtstag" die bis dahin größte Demonstration statt und nur zwei Tage später demonstrieren in Leipzig 70000 Menschen auf einer Montagsdemonstration. Es sind die ersten Oktobertage vor 20 Jahren, die die friedliche Revolution einleiten, überall im Land. Bei aller Einheitsparty: der Aufbruch dieser Tage hat ein wenig mehr Aufmerksamkeit verdient.