Katrin Goering-Eckardt MdB

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17. September 2009

"Niemandem reinregieren"

Frau Göring-Eckardt, warum kann sich die Landtagsfraktion nicht auf einen Chef einigen?

Das muss die Fraktion klären und ich habe großes Vertrauen, dass ihr das gelingt.

Zwei Abgeordnete haben für Sie gearbeitet. Sie müssten wissen, was in der Fraktion los ist.

Das sind sehr gute Leute. Die Fraktion trifft ihre Entscheidungen allein und ich werde niemandem reinregieren.

Apropos regieren. Hat Rot-Rot-Grün noch eine Chance?

Ich will den Wechsel hin zu ökologischer und sozialer Reformpolitik. Deshalb empfehle ich, inhaltliche Gespräche mit der Linken  und der SPD  zu führen. Wir können eine Menge guter Ideen einbringen. Ob das ganze für Koalitionsverhandlungen reicht oder zu einer anderen Form der Zusammenarbeit führt, ist dann zu klären. Für uns ist ein Bündnis mit der Linken nicht selbstverständlich. Es muss auch länger funktionieren als bis zur Wahl des Ministerpräsidenten.

Machnig von der SPD fordert die Grünen zu Sondierungsgesprächen auf, da sie für den Wechsel gewählt worden seien . . .

. . . also dass Herr Machnig jetzt aus Berlin kommt, um den Thüringer Grünen Ratschläge zu erteilen, ist bestimmt nicht nötig. Wir wissen selbst, was zu tun ist . 

Welche Signale hören Sie aus der Parteibasis?

Viele wollen, dass wir offen in Gespräche gehen, aber es gibt auch Bedenken, schließlich haben Linke und SPD eine Mehrheit. Mehr erfahren wir am Freitag nach der Parteiratssitzung.

Wann erfahren wir, ob Sie Ministerpräsidentin werden?

Das ist und bleibt ein Gerücht.

Dafür hält es sich hartnäckig.

So  ist das manchmal mit Gerüchten. 

Stünden Sie denn zur Verfügung für das Amt?

Das steht nicht zur Debatte.

Wie sieht Ihre Zukunft aus?

Ich will wieder in den Bundestag einziehen und - wenn es meine Fraktion unterstützt - dort weiterhin Vizepräsidentin sein. Daneben werde ich meine Ämter als Präses der Synode sowie als Präsidentin des Evangelischen Kirchentags in Dresden wahrnehmen.

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