Springe direkt zu: Contentbereich, Hauptnavigation, Suche
Sie sind hier:
Ich bin dann mal da... heute in Jena.
Der Paritätische Thüringen hatte unter dem Motto "Mein Engagement lohnt sich" zur Diskussion über bürgerschaftliches Engagement ins Stadtteilbüro Lobeda in Jena eingeladen. Neben Katrin Göring-Eckardt nahmen Bodo Ramelow (Die Linke), Reyk Seela (CDU), Volker Blumentritt (SPD) und Peter Röhlinger (FDP) auf dem Podium Platz.
Die Thüringer Ehrenamtsstiftung wird von allen Seiten grundsätzlich positiv beurteilt, sie benötigt aber eine deutlich bessere finanzielle Ausstattung. Kritik kam von Thomas Engemann (Der Paritätische) an der Zusammensetzung des Stiftungsrates. Außer ihm sind nämlich alle weiteren Mitglieder politisch bestellt. "Die Ehrenamtsstiftung soll das bürgerschaftliche Engagement stärken, ist aber nicht bürgerschaftlich organisiert", bekräftigte Reinhard Müller (Geschäftsführer Der Paritätische Thüringen).
Katrin Göring-Eckardt wies darauf hin, dass Ehrenamtliche nicht als Ersatz sondern als Ergänzung für das Hauptamt betrachtet werden müssen und wies zudem auf die Herausforderungen für das Ehrenamt durch den demografischen Wandel hin. Zum einen wird es zukünftig einen höheren Bedarf nach Ehrenamt geben (z.B. bei der Betreuung von Senioren), gleichzeitig existiert aber auch eine große, mit reichlich Erfahrung ausgestatte Gruppe, die für das bürgerschaftliche Engagement gewonnen werden könnte.
Einig waren sich alle Politiker, dass die gegenwärtig im Wahlkampf ausufernde Praxis der Lottomittelvergabe beendet werden müsse …. bis auf Reyk Seela - den Profiteur dieses Vorgehens. Die Verwendung von staatlichen Geldern nach Gutdünken ohne demokratische Entscheidungsfindung und Kontrolle ist jedoch nicht hinnehmbar und wird hoffentlich vom neuen Landtag – mit grüner Fraktion - gestoppt.