Katrin Goering-Eckardt MdB

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13. August 2009

Tag des Mauerbaus: Historische Vermittlungsarbeit statt Erinnerungsrituale

Am 13. August 2009 jährt sich der Tag des Mauerbaus zum 48. Mal. Dazu erklärt Katrin Göring-Eckardt, kulturpolitische Sprecherin:

Das Jubiläumsjahr 2009 bietet Gründe genug zu feiern. Die erste gelungene friedliche Revolution in Deutschland und der durch sie eingeleitete Mauerfall sind ein Erfahrungsschatz, der für einen selbstbewussten demokratischen Vitaminschub sorgen können.

Es ist dennoch unverzichtbar, unsere Geschichte in ihrer Gesamtheit zu würdigen. Vor der Wiedergewinnung heute selbstverständlicher Freiheiten stand ihre Abschaffung. Der Mauerbau von 1961 steht symbolisch für den Entzug bürgerlicher Freiheiten in der DDR und in ganz Mittel- und Osteuropa. Gerade im Jahr des zwanzigjährigen Jubiläums der friedlichen Revolution sollte dieser Kontext stärker erfahrbar gemacht werden. Denn es geht nicht um eine Kultur des Begehens von Erinnerungstagen, sondern um historische Vermittlungsarbeit, die schon an der Schule deutlich gestärkt werden muss. Dazu gehört endlich auch ein Dialog der Generationen, der in und außerhalb der Bildungseinrichtungen ermöglicht werden muss. Mauer und Mauerfall sind dabei Sinnbilder für die DDR und die friedliche Revolution. Eine Verkürzung von Geschichte darauf werden wir jedoch nicht zulassen.

Mit einem Freiheitsfest würdigt die Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen heute die friedliche Revolution von 1989 und lädt zur Diskussion darüber, was der gesellschaftliche Aufbruch von 1989 im Jahr 2009 bedeuten kann.

 

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