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Während Claudia Roth, Bundesvorsitzende der Grünen, am 19. August 2009 die kleine Stadt Apolda in Thüringen mit ihrem Besuch beehrt, startete Katrin Göring-Eckardt am 03. August 2009 die Wahlkampftour in der Landeshauptstadt. Sie ist die Spitzenkandidatin der Grünen Thüringens für den Bundestag. Wenn am 30. August 2009 Thüringen wählt, hat sie nach ihrem Programmvorhaben rund 20 verschiedene Städte in Thüringen besucht. Weitere 20 Städte bereist Kathrin Göring-Eckardt bis 27. September 2009, dem Tag der Wahl zum Deutschen Bundestag. In insgesamt 40 Städten wird sie auftreten und das Programm der Grünen begründen und vertreten. Was jetzt schon deutlich wird: Der Partei wird in Sachen Wirtschaftspolitik hohe Kompetenz bescheinigt. Ein bedeutender Imagegewinn. Das würde manch anderer Partei gut tun, so einen Koalitionspartner zu haben. So einfach ist es aber nicht - das Farbenspiel.
Claudia Roth wird erstaunt in Apolda feststellen, dass Schwarz-Gelb-Grün kein Geheimnis ist. Die Stadtfarben sind lange vor Jamaika Tradition geworden. Die Stärke der Freien Wähler wird in den Farben der Stadt allerdings nicht sichtbar – dafür spürbar im Parlament, was die Grünen zur Aktivität anregt, denn sie sind gut im Farbenspiel platziert.
Zurück zum Programm der Grünen, das Katrin Göring-Eckardt inhaltsschwer den Bürgern erläutern will. Besonders die Wirtschafts- und Sozialpolitik lässt aufhorchen, denn es ist das erklärte Ziel, 50 000 Arbeitsplätze allein in Thüringen durch Zukunftsindustrien zu schaffen.
Die Bundestagsvizepräsidentin widmet sich in ihren Wahlkampfauftritten weiter dem Umweltschutz, der Verkehrspolitik, Bildung und Kinderförderung. Hingehen und hinhören lohnt sich. Schließlich geht es um eine Richtungswahl, wie der Ministerpräsident Thüringens Dieter Althaus klar formulierte. Und die Bürger sind gefragt, mit ihrer Stimme, mit ihrem Verständnis und Bekenntnis für das Land Thüringen – übrigens das Grüne Herz Deutschlands. Ob sich das in der Summe der Stimmen für Grün niederschlägt?
erschienen in: IMPULS Magazin für die Region Weimar, Jena und Weimarer Land, 9/2009