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7. August 2009

Wartburg – Werra – Weimar

08-07-wak-01

Ich bin dann mal da... heute in Weimar.

Der heutige Wahlkampftag stand ganz im Zeichen von Natur- Umweltschutz. Zunächst trafen sich Katrin Göring-Eckardt und Cornelia Rein (RV Schmalkalden-Meinigen-Suhl) mit Tom Wey vom BUND Thüringen in Walldorf. Hier soll die Bundesstraße B 87 Frankfurt/ Oder  - Ilmenau bis nach Fulda weitergebaut werden, mitten durch das Biosphärenreservat Rhön hindurch. Verlierer sind Mensch und Natur. Die Zerschneidung von Naturräumen ist die Hauptursache für das Artensterben in Deutschland. Demnächst werden sich dann lange LKW-Kolonnen durch die Rhön schleichen. Denn der Transitverkehr erspart sich dann nicht nur den Umweg über das Kirchheimer Dreieck, sondern zusätzlich noch die Mautgebühren für die Autobahn. Die Rhön hat sich wirtschaftlich in den letzten Jahren sehr nachhaltig entwickelt – mit sanftem Tourismus und der Vermarktung regionaler Produkte unter der Dachmarke "Rhön". Diese Entwicklung steht durch den Straßenbau wieder auf der Kippe. Statt der bislang 1.700 Fahrzeuge pro Tag ist nach dem Bau mit 10.700 Fahrzeugen zu rechnen, insbesondere der Verkehr in der Nacht wird zunehmen.

Anschließend wartete zu den Füßen der Wartburg auf dem Eisenacher Markt der KGE-Wahlkampfstand, bevor es weiter nach Gerstungen ging. Dort trafen sich Katrin Göring-Eckardt, Stefan Schweßinger und Richard Janus (RV Wartburgkreis/ Eisenach) mit Bürgermeister Hartung, um über aktuelle Situation bezüglich der Werraversalzung zu sprechen. Hier wurde noch einmal deutlich, dass es zum Bau einer Pipeline bis zur Nordsee keine Alternative gibt. Weder eine Einleitung salzhaltiger Abwässer in die Werra mit ihren direkten Auswirkungen für die Gewässerökologie noch die unterirdische Verpressung sind Alternativen. Untersuchungen des hessischen Umweltministeriums haben gezeigt, dass von den in Dolomitgestein ursprünglich "dauerhaft" verpressten Salzabfällen nur noch 40% lagern. 30% sind in Sandsteinschichten gesickert und werden kontinuierlich in den nächsten Jahren Salze an das Grundwasser abgeben, die restlichen 30% sind schon längst in der Werra angelangt. Das hessische Umweltministerium kommt daher zu der Ansicht, dass "eine Versenkung nicht sicher und nicht nachhaltig ist". Hier zeigt sich deutlich, dass es endlich Grün im Thüringer Landtag braucht, damit Natur & Umwelt wieder eine starke Stimme erhalten. Bürgermeister Hartung bedankte sich bei Katrin Göring-Eckardt für ihr Engagement bei den jährlich stattfindenden Protesten gegen die Werraversalzung und beide verabredeten sich wiederum für den 1. Mai 2010.

Am Abend fand zudem im Weimarer Bienenmuseum der Landesparteirat rat. Die Thüringer Kreisverbände sind hochmotiviert für den Wahlkampf. Auch viele kleine KVen planen Aktionen mit Prominenten und rüsten sich für den 72-h-Wahlkampf in den letzten drei Tagen vor dem 30. August. In Weimar war die KGE-Kaffeetafel natürlich vor Ort, diesmal zur "genussvollen" Motivation der eigenen Mitglieder. 08-07-wak-02

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