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20. Juli 2009

Erneuerbar, dezentral, kommunal – klimapolitische Ziele dürfen trotz Wüstenstromplänen nicht außen vor bleiben

Klimaschutz Jetzt (c) Pixelio

Die erneuerbaren Energien haben in Deutschland einen Siegeszug angetreten. Andere Länder sind dabei, diesen Erfolg zu wiederholen. Eine Energieversorgung ohne fossile oder atomare Energieträger ist möglich, dass wird europaweit immer deutlicher. In meiner Heimat in Thüringen haben die erneuerbaren Energien viele Arbeitsplätze geschaffen. 50.000 Arbeitplätze könnten es werden, wenn Thüringen bis zum  Jahr 2050 mit 100% Erneuerbaren Energien versorgt wird. Möglich ist das nur wenn es einen klugen Energiemix aus den erneuerbaren Energien Wind, Sonne und Biomasse gibt. Auch den in den letzten Wochen viel diskutierten erneuerbaren Wüstenstrom sollten wir dazu nutzen. Aber wer glaubt, dass der Wüstenstrom allein unsere Klima- und Energieprobleme löst, begibt sich in neue Abhängigkeiten. Dezentralität durch viele und gerade auch kleine Anlagen in Deutschland ist und bleibt der beste Garant für eine stabile und unabhängige Energieversorgung. Deshalb dürfen wir bei aller Freude über mögliche Großanlagen die Bemühungen um jede einzelne Anlage nicht vernachlässigen. Das ist auch wichtig, weil nach der Wirtschaftskrise die Energie- und Klimakrise bestehen bleiben wird. Es liegt an uns, ob wir diese Herausforderung bestehen. Wichtig ist dafür auch, dass ideologische Ressentiments zum Beispiel gegen die Windenergie in Deutschland  überwunden werden können.

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