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Katrin Göring-Eckardt (43), Grüne Abgeordnete, will auch als neue Präses der EKD-Synode Politik machen.
Frau Göring-Eckardt, läuten Sie mit Ihrem neuen Amt als Präses den Rückzug aus der Politik ein?
Nein, absolut nicht. Ich bin in Würzburg zur Wahl angetreten, mit der Aussage, dass ich mich als aktive Politikerin um das Amt bewerbe.
Wobei es auffälligerweise ja schon Ihr zweiter großer Posten ist - neben Ihrem Job als Präsidentin des Evangelischen Kirchentages . . .
Trotzdem bleibe ich in der Politik. Immerhin trete ich im September als Thüringer Spitzenkandidatin für den Bundestag an. Gerechtigkeitsfragen und die Klimakrise beschäftigen mich als Politikerin wie als Christin, Mich haben viele Menschen aus der Synode gebeten, mich zu bewerben, weil sie wollen, dass die Evangelische Kirche von einer Frau repräsentiert wird, mit meinem Profil.
Bringen Sie denn Ihr kirchliches Engagement und die Politik im Superwahljahr zeitlich unter einen Hut?
Ich habe mir vor meiner Kandidatur am Samstag genau überlegt, ob das zu schaffen ist. Diese Frage kann ich aber eindeutig mit Ja beantworten, auch weil ich von vielen Menschen unterstützt werde. Viele Termine für die Synode finden zudem am Wochenende statt . . .
. . . wie auch die meisten Wahlkampfveranstaltungen. Wird man Sie jetzt nicht seltener in Thüringen sehen?
Überhaupt nicht. Ich werde hier präsent sein, vor allem in Thüringen, aber auch in anderen Bundesländern.
Wollen Sie noch weitere Aufgaben für die Synode wahrnehmen? Vielleicht den Ratsvorsitz?
Natürlich nicht, das sollte schon weiterhin ein Geistlicher machen.
Wollen Sie nun mehr Stimmen für die Grünen aus dem kirchlichen Milieu gewinnen?
Mehr Stimmen gewinnen will ich natürlich immer, aber es wird ganz sicher keinen Wahlkampf als Präses der Synode geben.