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Von privatwirtschaftlicher wie von staatlicher Seite werden mehr und mehr Informationen gesammelt. Dass diese nicht vor Missbrauch geschützt sind, belegen eindrücklich die Datenskandale der letzten Zeit. Teilweise völlig legal werden Kundenprofile zum Verkauf angeboten, die im besten Falle zu auf die Person zugeschnittenen Werbesendungen und Mails führen. Im schlimmsten Fall wie vor kurzem nach der massenhaften Weitergabe von Kontodaten sogar zu Abbuchungen bei ahnungslosen "Kunden".
Erleichtert wird dieser Prozess durch die zunehmende Digitalisierung unserer Arbeits- und Lebenswelt. Wo Datenerfassung und -speicherung heute über Internet und elektronische Kommunikationssysteme kinderleicht ist, da blüht derzeit ungeniert der Handel mit Adressen und Persönlichkeitsprofilen. Der Gesetzgeber versäumt derzeit, dem einen Riegel vorzuschieben. Im Gegenteil: er schafft sogar neue Rechtsgrundlagen für die Speicherung von Daten z.B. durch Telefon- und Internetbenutzung.
Die grüne Forderung nach der Durchsetzung "opt-in"-Prinzips, wonach Daten nur mit ausdrücklicher Einwilligung der Betroffenen erhoben und weitergeleitet werden dürfen, blieb bisher seitens der Bundesregierung ungehört. Dennoch gibt es Möglichkeiten, den potentiellen Missbrauch der eigenen Daten einzuschränken.
Denn wie kommen die eigenen Daten in Umlauf? Ein Mittel stellen Haushaltsbefragungen dar, auch über Preisausschreiben (bei denen oft jede Menge persönliche Daten abgefragt werden) versuchen viele Unternehmen, möglichst exakte Kundenprofile zu erstellen. Aus datenschutzrechtlicher Sicht sind in letzter Zeit jedoch verstärkt auch Rabattsysteme (wie z.B. Payback oder Deutschlandcard) in Verruf geraten.
Viel Information für wenig Rabatt, so fasst es die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz zusammen.
Datenschutz ist Bürgerrecht. Denn deine Daten gehören dir.
Vorsicht ist grundsätzlich im Internet geboten. Hier sollten z.B. bei Kauftransaktionen nur Daten freigegeben werden, die in einem direkten Zusammenhang mit dem Kauf stehen. Im Zweifelsfall oder bei dubiosen Anbietern lohnt sich der Kontakt zur Verbraucherschutzzentrale, oft reicht sogar ein Blick auf die dort online verfügbaren Informationen.