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1. August 2008

Armut im Alter: Bundesregierung muss endlich handeln!

Wir brauchen dringend eine Verbesserung für die Rentnerinnen und Rentner, die heute und auch in Zukunft nur sehr geringe Renten bekommen. Die drohende Altersarmut ist ein gesamtdeutsches Problem, von dem die Thüringer Rentnerinnen und Rentnern aufgrund der hohen Langzeitarbeitslosigkeit und den niedrigeren Löhnen besonders betroffen sind, die Zahlen des DGB Thüringen zeigen es deutlich.

Wer das Problem der Altersarmut verhindern will, muss heute handeln. Menschen, die lange in die Rentenkasse eingezahlt haben und ein Leben lang dem Arbeitsmarkt zur Verfügung standen, müssen sich auf eine Garantierente oberhalb der Grundsicherung verlassen können. Eine wichtige Rahmenbedingung sind aber auch existenzsichernde Löhne gerade in Ostdeutschland.

Bündnis 90 /Die Grünen wollen den aktuellen Rentenwert Ost auf das Niveau des Rentenwerts West anheben. Nach 18 Jahren der deutschen Einheit sind unterschiedliche Rentenwerte in Ost und West nicht mehr länger vertretbar. Der bisherige Rentenwert Ost soll künftig entfallen und auf das Niveau des Rentenwerts West angehoben werden. Außerdem schlagen wir eine Hochwertung der Rentenversicherungsbeiträge für alle Geringverdiener in ganz Deutschland aus Steuermitteln vor, damit höhere Rentenanwartschaften entstehen. Von der Hochwertung profitieren zuallererst Frauen, die schon heute nur sehr kleine Renten erhalten.

Die Halbierung der Rentenversicherungsbeiträge von Langzeitarbeitslosen muss von der Großen Koalition endlich rückgängig gemacht werden. Der gesetzlichen Rentenversicherung werden mit diesem Eingriff in die Rentenpolitik Beiträge im Umfang von jährlich zwei Milliarden Euro entzogen. Die Betroffenen erwerben während ihrer Arbeitslosigkeit verschwindend geringe Rentenanwartschaften von 2,18 Euro im Monat.

 

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